Senior durchschaut Betrugsmasche
Ein älteres Ehepaar aus Dallenwil (NW) erhielt am Montag, 6. Oktober 2025, einen Anruf einer angeblichen Bankmitarbeiterin.
Diese behauptete, auf ihrem Konto seien „ungewöhnliche Transaktionen“ festgestellt worden – und sie müssten sich „sofort bei der Polizei melden“.
Doch was nach einer Sicherheitswarnung klang, war in Wahrheit der Beginn einer perfide organisierten Betrugsmasche.
Vorgehen der Täter
Das Paar erhielt eine gefälschte Telefonnummer, die angeblich zur Polizei gehörte.
Kurz darauf meldete sich ein Mann, der sich als Staatsanwalt ausgab, und wies sie an:
„Heben Sie mehrere tausend Franken ab – ein Polizist wird das Geld sicher abholen.“
Das Ehepaar sollte ausserdem niemandem etwas erzählen und sich beeilen, um „die Täter zu überführen“.
Festnahme bei fingierter Geldübergabe
Dem 76-jährigen Ehemann kam die Sache jedoch verdächtig vor – und er verständigte die Kantonspolizei Nidwalden.
Die Polizei leitete umgehend Ermittlungen ein und konnte bei der geplanten Geldübergabe in Dallenwil einen 46-jährigen Deutschen aus dem Kanton St. Gallen festnehmen.
Der Mann wurde der Staatsanwaltschaft Nidwalden übergeben und kurzzeitig in Untersuchungshaft genommen.
Die Polizei klärt nun, ob weitere Personen an der Betrugsserie beteiligt sind.
Polizei warnt vor Telefonbetrügern
Die Kantonspolizei Nidwalden warnt eindringlich vor dieser wiederkehrenden Masche, bei der Täter unter falscher Identität von Polizei oder Behörden auftreten.
So schützen Sie sich:
Polizei, Staatsanwaltschaft, Spitäler oder Ärzte fordern nie telefonisch Geld.
Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an Unbekannte.
Deponieren Sie kein Geld an „sicheren Orten“.
Wählen Sie im Zweifel sofort den Notruf 117.
Informieren Sie Angehörige über solche Betrugsversuche.
Melden Sie verdächtige Anrufe unter 041 618 44 66.
Dank Aufmerksamkeit und gesundem Misstrauen konnte ein älterer Mann den Betrug verhindern – und die Polizei einen mutmasslichen Täter festnehmen.










