Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana steht nicht nur die Aufklärung im Fokus.
Im Mittelpunkt stehen jetzt die Opfer, ihre Angehörigen – und die Frage, wie ihre Betreuung sichergestellt wird.
Die Behörden legen dazu einen aktuellen Lagebericht vor.
Vorläufige Bilanz bleibt erschütternd
Der Grossbrand in der Bar «Le Constellation» in der Silvesternacht vom 31. Dezember 2025 auf den 1. Januar 2026 forderte nach aktuellem Stand:
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rund 40 Todesopfer
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115 Verletzte, überwiegend schwer verletzt
Viele der Betroffenen erlitten schwere Verbrennungen. Alle Opfer wurden durch die Rettungskräfte versorgt und nach der Erstversorgung in Spitäler gebracht.
Flashover und Explosionen in überfüllter Bar
Nach ersten Erkenntnissen kam es im zweistöckigen Lokal zu einem Flashover, der eine oder mehrere Explosionen auslöste.
Zum Zeitpunkt des Brandes hielten sich zahlreiche Gäste im Rahmen der Neujahrsfeierlichkeiten in der Bar auf.
Das rasche Ausbreiten des Feuers führte innert kurzer Zeit zu einer grossen Zahl an Opfern.
Spitäler im Wallis und der ganzen Schweiz im Einsatz
Das Spital Wallis aktivierte umgehend seinen Katastrophenplan. Aktuell werden dort rund 60 Verletzte behandelt, verteilt auf die Standorte:
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Visp
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Sitten
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Martinach
Weitere rund 60 Patientinnen und Patienten wurden in andere Spitäler verlegt, darunter:
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CHUV Lausanne
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Universitätsspital Zürich
Beide gelten als Schweizer Referenzzentren für schwere Brandverletzungen.
Zusätzlich arbeiten die Behörden in Abstimmung mit Nachbarländern, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schweren Verbrennungen langfristig sicherzustellen.
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Besuch des Bundespräsidenten in Crans-Montana
Als Zeichen der Solidarität reiste Bundespräsident Guy Parmelin im Verlauf des Tages nach Crans-Montana.
Begleitet wurde er von:
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Mathias Reynard, Präsident des Walliser Staatsrats
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Stéphane Ganzer, Staatsrat und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport
Vor Ort sprach er den Opfern und ihren Angehörigen seine Anteilnahme aus und dankte:
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den Rettungs- und Einsatzkräften
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der Polizei
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dem Spital- und Pflegepersonal
für ihren ausserordentlichen Einsatz.
Internationale Koordination wegen ausländischer Opfer
Da sich zur Jahreszeit viele ausländische Gäste in Crans-Montana aufhalten, arbeiten die Behörden intensiv an:
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der raschen Identifizierung der Opfer
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der Koordination des Informationsaustauschs mit dem Ausland
Dieser Prozess kann mehrere Tage oder Wochen in Anspruch nehmen.
Helpline und psychologische Unterstützung
Für Betroffene, Angehörige, Leichtverletzte und Zeugen bleibt die Helpline aktiv:
0848 112 117
Zusätzlich stehen psychologische Unterstützungsangebote zur Verfügung.
Besondere Lage ausgerufen
Der Walliser Staatsrat hat weiterhin die besondere Lage verhängt, um:
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rasch alle nötigen Mittel zu mobilisieren
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die Betreuung der Opfer langfristig sicherzustelle
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die Folgen der Tragödie koordiniert zu bewältigen










