Wo Gewissheit fehlt, bleibt die Ungewissheit besonders schmerzhaft.
Nach dem verheerenden Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana ringen Behörden weiterhin um Antworten.
Nun legen Polizei und Staatsanwaltschaft einen neuen Zwischenstand vor.
Identifizierung der Verletzten weitgehend abgeschlossen
Beim Brand in der Silvesternacht 2025/2026 wurden insgesamt 119 Personen verletzt.
Davon konnten 113 Personen formell identifiziert werden. Bei sechs Verletzten dauern die Identifizierungsarbeiten noch an.
Identifizierte Nationalitäten der Verletzten:
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71 Schweizer Staatsangehörige
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14 Franzosen
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11 Italiener
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4 Serben
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1 Bosnier
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1 Belgier
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1 Luxemburger
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1 Pole
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1 Portugiese
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14 Personen mit noch unbekannter Staatsangehörigkeit
40 Todesopfer – Identifizierung teils noch offen
Die Zahl der Todesopfer beläuft sich weiterhin auf 40 Personen.
Bei zehn Verstorbenen ist die Identifizierung bislang nur teilweise abgeschlossen.
Um diese Opfer zweifelsfrei zu identifizieren, wurden sogenannte Ante-mortem-Dossiers eröffnet – in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Ländern, darunter:
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Schweiz
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Belgien
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Frankreich
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Italien
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Portugal
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Philippinen
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Kongo
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Rumänien
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Serbien
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Türkei
Diese internationalen Abklärungen sind aufwendig, gelten jedoch als unerlässlich, um den Angehörigen Gewissheit zu verschaffen.
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Ermittlungen zur Brandursache laufen auf Hochtouren
Parallel zur Identifizierung führt die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis eine umfassende Strafuntersuchung durch.
Bereits erfolgt sind:
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mehrere Befragungen von Auskunftspersonen
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umfassende Spurensicherungen
Im Fokus der Ermittlungen stehen insbesondere:
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die Konformität der Räumlichkeiten
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vorhandene Sicherheitsmassnahmen
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Feuerlöscher
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Fluchtwege
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zulässige Personenzahl
Ziel ist es, die genaue Brandursache zu klären und mögliche Verantwortlichkeiten festzustellen.
Ein Attentat wurde bereits ausgeschlossen.
Breite nationale und internationale Unterstützung
Die Kantonspolizei Wallis und die Staatsanwaltschaft zählen auf eine aussergewöhnlich breite Unterstützung:
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✔ Unterstützung durch alle Kantonspolizeien der Schweiz
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✔ rund 40 Spezialistinnen und Spezialisten des Disaster Victim Identification (DVI)
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✔ Fachunterstützung durch das Bundesamt für Polizei (fedpol)
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✔ technische Expertise des Forensischen Instituts Zürich (FOR-ZH) im Bereich Brandursachenermittlung
Hoher Personaleinsatz weiterhin nötig
Auch Tage nach dem Ereignis stehen zahlreiche Einsatzkräfte im Einsatz:
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rund 40 uniformierte Angehörige der Kantonspolizei Wallis
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etwa 40 Ermittlerinnen und Ermittler der Kriminalpolizei
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darunter rund 10 Fachpersonen der Kriminaltechnik
Die Behörden betonen, dass die Ermittlungen mit grösster Sorgfalt fortgeführt werden.










