Der Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst nach dem Rückzug der umstrittenen Investorenpläne weiter. Der nord- und mittelamerikanische Fussballverband Concacaf kritisiert das Vorgehen der FIFA scharf und fordert eine umfassende Aufarbeitung der Führung des Weltverbandes.
Laut GMX bezeichnete die Concacaf den geplanten Investoren-Deal der FIFA als Zeichen einer Führung, die den Fussball nicht mehr ausreichend in den Mittelpunkt stelle. Der Verband begrüsste zwar die Rücknahme des Projekts, erklärte jedoch, dass die Diskussion damit nicht beendet sei.
Die 41 Mitgliedsverbände der Concacaf kritisierten insbesondere die Art und Weise, wie die Pläne vorgestellt und verfolgt wurden. Man sehe darin ein Beispiel für mangelnde Führung und schlechte Regierungsführung innerhalb der FIFA.
Forderungen nach Aufarbeitung der FIFA-Führung
Die Concacaf sprach von einer notwendigen umfassenden Überprüfung der aktuellen Präsidentschaft. Zuvor hatte bereits die europäische UEFA eine gründliche Untersuchung gefordert und erklärt, dass keine Möglichkeit ausgeschlossen werden dürfe.
Nach Ansicht der Kritiker müsse geklärt werden, wer für die umstrittenen Entscheidungen verantwortlich sei. Dabei geht es vor allem um den geplanten Verkauf kommerzieller Rechte, mit dem die FIFA eine Milliardensumme einnehmen wollte.
Für die Umsetzung des Projekts war die Gründung des Tochterunternehmens FIFA Forward Enterprise (FFE) vorgesehen.
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FIFA zieht nach Widerstand die Notbremse
Die Investorenpläne der FIFA stiessen in den vergangenen Tagen auf breite Kritik. Mehrere Kontinentalverbände stellten sich gegen das Vorhaben und warnten vor möglichen Folgen für die Unabhängigkeit des Fussballs.
Die FIFA gab daraufhin bekannt, das Projekt nicht weiterzuverfolgen. Infantino erklärte, nach Gesprächen mit verschiedenen Parteien sei deutlich geworden, dass der Vorschlag zu Spaltungen geführt habe und deshalb nicht im Interesse des Fussballs liege.
Concacaf fordert Fussball im Mittelpunkt
Die Concacaf betonte, dass der Sport nicht von einzelnen Personen bestimmt werden dürfe. Die Verbände seien lediglich Verwalter des Spiels und müssten Entscheidungen im Interesse des gesamten Fussballs treffen.
Mit der Kritik erhöht sich der Druck auf Infantino weiter. Der FIFA-Präsident steht nach dem gescheiterten Investorenprojekt vor der Herausforderung, das Vertrauen mehrerer wichtiger Fussballverbände wiederherzustellen.






