Fenerbahçe Istanbul hat sich mit einem 2:1 bei Olympique Lyon für die Ligaphase der Champions League qualifiziert. Überschattet wurde der Erfolg von heftigen Szenen rund um Matteo Guendouzi. Bereits während der Partie kam es zu Provokationen, nach dem Schlusspfiff eskalierte die Situation im Spielertunnel.
Guendouzi gerät mit Lyon-Fans aneinander
Die Spannungen zwischen Matteo Guendouzi und den Anhängern von Olympique Lyon begannen bereits vor dem Anpfiff. Während des Aufwärmens soll der französische Mittelfeldspieler von den Heimfans beleidigt worden sein. Guendouzi erklärte nach der Partie, dabei seien auch seine Familie, seine Mutter und seine Kinder beschimpft worden.
Der Fenerbahçe-Profi reagierte darauf mit einem ausgestreckten Mittelfinger in Richtung der Tribüne. Auch während des Spiels kam es wiederholt zu Gesten und Provokationen zwischen dem Spieler und Teilen des Lyon-Publikums.
Guendouzi hat eine besondere Vorgeschichte mit den Lyon-Fans. Der Franzose spielte von 2021 bis 2023 für Olympique Marseille und stand damit beim grossen Rivalen des französischen Klubs unter Vertrag.
Laut GMX setzte sich die aufgeheizte Stimmung auch nach dem sportlichen Ende der Partie fort. Guendouzi provozierte die Lyon-Anhänger während der Feierlichkeiten auf dem Rasen und stimmte anschliessend Marseille-Sprechchöre an.
Auseinandersetzung im Spielertunnel
Nach dem Schlusspfiff spitzte sich die Situation weiter zu. Mehrere Lyon-Fans wurden durch ein Absperrgitter daran gehindert, den Rasen zu betreten. Einer der Anhänger gelangte dennoch bis in den Bereich des Spielertunnels.
Dort entwickelte sich eine massive Auseinandersetzung. Neben Sicherheitspersonal waren offenbar auch Spieler beider Mannschaften beteiligt. Die Szenen sorgten nach dem Abpfiff für zusätzliche Unruhe und überschatteten den sportlichen Erfolg der Gäste.
Fenerbahçe schafft die Überraschung
Sportlich hatte Fenerbahçe allen Grund zum Feiern. Nach dem 1:1 im Hinspiel reichte der Mannschaft aus Istanbul ein 2:1-Auswärtssieg in Lyon, um erstmals seit 15 Jahren wieder die Ligaphase der Champions League zu erreichen.
Fenerbahçe legte im Rückspiel einen Traumstart hin. Vedat Muriqi brachte die Gäste in der 24. Minute in Führung. Nur vier Minuten später erhöhte Archie Brown auf 2:0 und brachte Fenerbahçe damit früh auf Kurs.
Lyon kam nach der Pause zurück in die Partie. Malick Fofana erzielte in der 61. Minute den Anschlusstreffer und sorgte für eine spannende Schlussphase. Fenerbahçe verteidigte den Vorsprung jedoch bis zum Abpfiff.
Hohe Investitionen zahlen sich aus
Der türkische Klub hatte im Sommer erhebliche Investitionen in den Kader getätigt. Insgesamt soll Fenerbahçe beinahe 90 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben haben.
Zu den prominenten Neuzugängen gehören unter anderem Romelu Lukaku, der von der SSC Neapel kam, sowie Nathan Aké von Manchester City. Mit dem Einzug in die Champions League erhält der Verein nun die Möglichkeit, sich auf Europas grösster Klub-Bühne zu präsentieren.
Der sportliche Coup in Lyon wurde allerdings von den Vorfällen rund um Guendouzi und den Auseinandersetzungen nach dem Spiel begleitet. Ob die UEFA wegen der Szenen weitere Schritte einleitet, bleibt abzuwarten.






