Schweiz — Im Januar und Februar 2026 haben mehrere Hersteller Babynahrungen zurückgerufen, nachdem der Giftstoff Cereulid nachgewiesen wurde. Erste Laboruntersuchungen zeigen: In zwei von drei Proben von Familien wurde Cereulid festgestellt, in allen auf dem Markt verbliebenen Produkten bislang nicht.
Rückrufaktionen und Laboruntersuchungen
Seit dem 5. Januar 2026 riefen Hersteller wie BEBA, Alfamino, Aptamil, Babybio und Bimbosan Produkte zurück. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) liess betroffene Produkte bei Familien abholen und im Labor auf Cereulid testen.
Familienproben: 2 von 3 Proben positiv (Aptamil Pronutra 1, 1.2 kg und Aptamil Pronutra Junior 12+)
Produkte auf dem Markt: 30 Proben bisher getestet, keine Cereulid-Nachweise
Die Verunreinigung kann insbesondere Erbrechen und Durchfall auslösen. Bis Anfang Februar 2026 meldeten die Behörden 20 mögliche Krankheitsfälle.
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Forderungen des Bundes
Das BLV verlangt von Danone, Nestlé und Hochdorf Swiss Nutrition:
Aufklärung der Ursache der Kontamination
Kritische Überprüfung der Qualitätssicherungs- und Prüfprozesse
Bessere Überwachung der Lieferanten
Sicherstellen, dass rechtliche Vorgaben zum vorsorglichen Gesundheitsschutz eingehalten werden
Die kantonalen Vollzugsbehörden überwachen die Umsetzung dieser Massnahmen.
Weiteres Monitoring
Im Frühling 2026 ist eine weitere Untersuchungs-Kampagne der kantonalen Vollzugsbehörden geplant.
Ziel: Lebensmittelsicherheit langfristig überwachen und mögliche Risiken frühzeitig erkennen.
Das BLV geht davon aus, dass keine breit angelegten Rückrufe mehr notwendig sein werden.










