Während Schweizer Familien entspannen, nutzen Kriminelle die Ferienzeit gezielt aus – besonders bei Campern.
Die Sommerferien sind für viele die schönste Zeit des Jahres – auch für Einbrecher. Besonders Wohnmobile und Campingbusse sind in den letzten Jahren vermehrt ins Visier krimineller Gruppen geraten. Doch wie genau gehen die Täter vor – und wie kann man sich schützen?
Hintergrund
Camping erlebt in der Schweiz einen Boom: Allein 2024 wurden über 50’000 neue Fahrzeuge zugelassen. Immer mehr Familien setzen auf Flexibilität und Naturerlebnis. Doch mit dem Trend steigt auch die Kriminalität rund ums Campen – vor allem in Grenzregionen und beliebten Touristenzielen.
Aktuelle Lage:
Laut Angaben mehrerer Polizeikorps werden Camper zunehmend systematisch ausgespäht. Die Täter beobachten auf Campingplätzen oder an Autobahnraststätten, wann Reisende schlafen, einkaufen oder baden gehen. Besonders betroffen: Fahrzeuge mit Schweizer Kennzeichen. Moderne Diebe nutzen auch Drohnen oder Social Media, um mögliche Ziele zu identifizieren.
Massnahmen
Die Schäden gehen über gestohlene Wertsachen hinaus – häufig werden Fenster oder Türen aufgebrochen, und der Schock sitzt tief. Viele Camper fühlen sich nach einem Einbruch dauerhaft unsicher. Polizei und Versicherer raten zu Präventionsmassnahmen wie GPS-Trackern, Zusatzschlössern, Innenraum-Alarmen oder abschliessbaren Boxen. Auch Verzicht auf Standortdaten in sozialen Netzwerken wird empfohlen.
Sicherheitsbehörden sprechen von „organisierten mobilen Tätergruppen“. Die Polizei führt vermehrt Präventionskampagnen durch – etwa an Messen oder im Internet. Experten rufen Camper zur Wachsamkeit auf: „Urlaub und Sicherheit dürfen kein Widerspruch sein“, sagt ein Sprecher der Kantonspolizei Zürich. Die Forderung nach besseren Sicherheitsstandards bei Neufahrzeugen wird lauter.
Camping bleibt ein besonderes Ferienerlebnis – aber mit Vorsicht und Vorbereitung. Wer einfache Regeln beachtet, macht es Dieben schwer und kann entspannter reisen. Der Schlüssel liegt nicht nur in der Technik, sondern auch im Verhalten.









