„Souveränität ist mehr als Zensurfreiheit“
Vitalik Buterin schlägt Alarm.
Der Ethereum-Mitgründer sieht das heutige Internet in einem gefährlichen Zustand – kontrolliert von wenigen Konzernen, die Nutzer zu Konsumenten umerziehen.
Am 10. Januar 2026 veröffentlichte er auf X (ehemals Twitter) einen Appell an Entwickler:
Es sei höchste Zeit, das Internet neu zu denken – als „Sovereign Web“, also ein souveränes Web.
Gegen „Corposlop“ und seelenlose Gleichmacherei
In seinem Post wählte Buterin harte Worte:
Das heutige Web sei durch „corposlop“ geprägt – eine Mischung aus:
Marketing ohne Seele
Suchtfördernden Interfaces
Konzernlogik auf Kosten der Nutzer
Er kritisierte, dass Big-Tech-Plattformen kurzfristige Klicks und algorithmische Belohnungen über langfristige Werte stellen.
Diese Systeme, so Buterin, rauben nicht nur Zeit, sondern auch Selbstbestimmung – sie formen uns zu passiven Konsumenten in abgeschlossenen Systemen („walled gardens“).
Digitale Souveränität neu definiert
Früher bedeutete digitale Souveränität vor allem:
Schutz vor staatlicher Zensur.
Heute geht es Buterin um mehr:
Psychologische Unabhängigkeit von Konzern-Algorithmen.
Entscheidungsfreiheit ohne Beeinflussung.
„Wahre Souveränität bedeutet, Dinge zu tun, weil du an sie glaubst – und nicht, weil ein Feed es so will“, erklärt Buterin.
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Roadmap für ein souveränes Internet
Damit das „Sovereign Web“ Realität wird, fordert Buterin eine klare Strategie:
Entwickler sollen:
Anwendungen bauen, die lokal laufen
Privatsphäre-by-Design integrieren
Ohne zentrale Server und Vermittler auskommen
Was vermieden werden soll:
Plattformen mit extremen Hebeln & Krypto-Spekulation
Sportwetten-Mechanismen
Finanzmodelle, die auf „schnellen Gewinnen“ beruhen
Ein Beispiel für positive Werkzeuge sind Wallets und Apps, die Kryptographie statt Werbung als Geschäftsmodell nutzen.
Laut de.tradingview.com betont Buterin, dass solche Tools die Menschen aus der „Ernte-Maschinerie“ von Big Tech befreien könnten.
Buterins Aufruf: Macht KI wieder menschlich
Am Ende richtete Buterin seinen Blick auf künstliche Intelligenz:
Auch hier brauche es offene Systeme, die:
Produktivität steigern, statt Nutzer zu entmündigen
Lern- und Entscheidungsfreiheit fördern
Nicht zu digitalen „Klickzombies“ führen
Das Web gehört uns allen
Buterins Vision ist nicht rückwärtsgewandt – sondern radikal humanistisch.
Das Netz soll wieder ein Raum für Selbstbestimmung, Vielfalt und Widerstandskraft sein.










