Kurzfristige Diplomatieoffensive: Karin Keller-Sutter und Guy Parmelin reisen am Dienstag in die USA, um die Zusatzzölle auf Schweizer Exporte zu entschärfen.
Eilreise nach Washington wegen US-Zöllen
Angesichts der wachsenden Belastung für die Schweizer Exportwirtschaft durch US-Zusatzzölle haben Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter und Bundesvizepräsident Guy Parmelin am Dienstag, 5. August 2025, die Reise nach Washington D.C. angetreten.
Der Besuch erfolgt kurzfristig, nachdem der Bundesrat in einer ausserordentlichen Sitzung am Vortag seinen Willen zur Fortsetzung der Zollgespräche mit den USA bekräftigt hatte. Ziel ist es, ein attraktives Gegenangebot zu unterbreiten, um die US-Zusatzzölle zu reduzieren.
Hochrangige Delegation im Gepäck
Die beiden Bundesräte werden von einer kleinen Delegation begleitet – darunter:
Helene Budliger Artieda, Staatssekretärin für Wirtschaft (SECO)
Daniela Stoffel, Staatssekretärin für internationale Finanzfragen (SIF)
Diese Delegation soll in den Gesprächen mit den US-Behörden gezielt wirtschaftliche und finanzpolitische Interessen der Schweiz vertreten.
Was steht auf dem Spiel?
Die Schweiz ist von Sonderzöllen auf verschiedene Exportgüter betroffen. Besonders die Maschinenindustrie, Medizintechnik sowie gewisse Agrarprodukte stehen unter Druck. Die Gespräche sollen nun Wege aufzeigen, wie wirtschaftliche Interessen beider Seiten gewahrt und Zölle abgebaut oder reduziert werden können.
Zudem zeigt der Bundesrat mit dieser Reise, dass er den wirtschaftspolitischen Dialog mit den USA weiterhin aktiv führen und beschleunigen will.
Nächste Schritte & Kommunikation
Der Bundesrat kündigte an, zeitnah über relevante Resultate der Gespräche in Washington zu informieren. Vertraulichkeit sei jedoch zentral, um Verhandlungserfolge nicht zu gefährden.






