Medan (Indonesien) — Ein grausiger Fund erschüttert Naturschützer weltweit.
Auf der indonesischen Insel Sumatra wurden seit 2024 ein Dutzend Elefantenkadaver mit abgetrennten Köpfen entdeckt. Nun hat die Polizei 15 mutmassliche Mitglieder eines organisierten Wildererrings festgenommen.
Organisiertes Netzwerk hinter den Taten
Nach Angaben der Behörden soll das Netzwerk arbeitsteilig vorgegangen sein:
Schützen, die die Tiere erschossen
Helfer zum Abtrennen der Köpfe
Waffenlieferanten
Finanziers
Zwischenhändler für den illegalen Elfenbeinhandel
Drei weitere Verdächtige sind noch flüchtig.
Im Falle einer Verurteilung drohen den Beschuldigten bis zu 15 Jahre Haft.
Dutzende Kadaver im Bezirk Pelalawan
Auslöser der Ermittlungen waren rund zwölf Elefantenkadaver, die im Bezirk Pelalawan in der Provinz Riau entdeckt wurden.
Den Tätern wird vorgeworfen, die Tiere getötet und die Stoßzähne für den internationalen Schwarzmarkt entfernt zu haben. Angaben zur Menge des sichergestellten Elfenbeins wurden bislang nicht gemacht.
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Bedrohte Art vor dem Aussterben
Bei den Opfern handelt es sich um den seltenen Sumatra-Elefanten.
Die Unterart lebt ausschliesslich auf der Insel Sumatra und wird von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) auf der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ geführt.
Laut Schätzungen des World Wide Fund for Nature (WWF) existieren nur noch etwa 2’500 bis 2’800 Tiere in freier Wildbahn.
Hauptbedrohungen
Die Elefanten sind vor allem durch den Menschen gefährdet:
Abholzung für Palmölplantagen
Lebensraumverlust
Wilderei
Konflikte mit Siedlungen
Naturschützer warnen seit Jahren, dass ohne konsequenten Schutz das endgültige Aussterben droht.










