Dürre, Brände, Fluten – und das weltweit.
Das Jahr 2025 hat deutlich gemacht: Der Klimawandel ist nicht länger ein Zukunftsszenario.
Forscher warnen, dass sich Extremwetterereignisse häufen – und durch Erderwärmung massiv verschärft werden.
Was 2025 wirklich passiert ist
Laut dem neuen Jahresbericht der Initiative World Weather Attribution (WWA) zählt das Jahr 2025 zu den katastrophalsten seit Beginn der Aufzeichnungen.
157 Extremwetterereignisse weltweit:
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49 Hitzewellen
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49 Überschwemmungen
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38 Stürme
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11 Waldbrände
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7 Dürren
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3 Kälteeinbrüche
Berücksichtigt werden nur Ereignisse, bei denen z. B. über 100 Menschen sterben, mehr als eine Million betroffen sind oder nationale Katastrophen ausgerufen werden.
Was der Klimawandel wirklich verändert
Die Forscher nahmen 22 dieser Katastrophen genauer unter die Lupe – mit einem klaren Ergebnis:
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17 von 22 Ereignissen wurden durch den Klimawandel deutlich verschärft
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Nur bei 5 Ereignissen (alle Starkregen) gab es keine eindeutige Aussage
Hitzewelle im Südsudan
Im Februar stieg die Temperatur auf bis zu 40 Grad Celsius.
Ohne Klimawandel wären es laut Modellen maximal 36 Grad gewesen.
Rekord-Brände in Los Angeles
Im Januar starben 400 Menschen bei den schlimmsten Waldbränden der Region:
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Versicherte Schäden: 30 Milliarden USD
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Klimawandel erhöhte die Wahrscheinlichkeit um 35 %
Stärkere Wirbelstürme weltweit
Viele tropische Wirbelstürme waren eine ganze Kategorie stärker:
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Beispiel: Hurrikan Melissa (Oktober)
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Spitzenwert: 288 km/h
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Ohne Erderwärmung: nur 270 km/h
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Iberische Halbinsel: 40-fache Brandwahrscheinlichkeit
Die Brände im Nordwesten Spaniens im August hätten laut Analyse ohne Klimawandel kaum existiert.
→ 40-mal geringere Wahrscheinlichkeit ohne CO₂-bedingte Erwärmung.
+1,5 Grad: Ziel endgültig verfehlt?
Die globale Erwärmung überschritt 2025 laut Bericht zum dritten Mal in Folge die 1,5 °C-Marke.
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Das Pariser Klimaabkommen sieht diese als Zielgrenze vor
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Laut Modellrechnungen wird die Erde jedoch um bis zu 2,6 °C steigen – selbst bei Umsetzung aller Schutzmassnahmen
Seit 2015 ist die Erde bereits um 0,3 °C wärmer geworden – dadurch wurden viele Hitzewellen 10-mal wahrscheinlicher.
El Niño und seine tödliche Wirkung
Der Klimabericht macht auch den El Niño-Effekt mitverantwortlich:
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Wärmeres Wasser im Pazifik verändert global Luft- und Meeresströmungen
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2025 war das heisseste Jahr seit 1995 – v. a. in Zentralasien, China und Skandinavien
Die deutliche Warnung der Forscher
„Jedes Jahr werden die Risiken des Klimawandels weniger hypothetisch – und mehr zur brutalen Realität.“
— Friederike Otto, WWA-Studienleiterin
Die Forscher fordern radikales Umdenken:
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Abkehr von fossilen Brennstoffen
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Konkrete Anpassungsstrategien für betroffene Regionen
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Mehr Mittel für Katastrophenvorsorge
Laut gmx.net betont Otto:
„Die anhaltende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen kostet Menschenleben und verursacht irreversible Schäden.“










