Mehr als ein Jahr Ungewissheit – jetzt kehrt Hoffnung zurück.
Nach monatelanger Evakuierung dürfen die Bewohnerinnen und Bewohner von Brienz bald wieder nach Hause. Die Gefahr aus dem Berg hat deutlich nachgelassen.
Evakuierung nach über einem Jahr aufgehoben
Das vom Felssturz bedrohte Bergdorf Brienz/Brinzauls im Kanton Graubünden kann ab kommendem Montag wieder normal bewohnt und betreten werden. Nach 62 Wochen endet damit der Ausnahmezustand, der das Dorf seit Herbst 2024 geprägt hatte.
Wie die Gemeinde Albula im aktuellen Bulletin zum Brienzer Rutsch mitteilte, wird das bisher geltende Betretungsverbot vollständig aufgehoben. Ab Montag gilt wieder die Phase Grün, wie gmx.ch berichtet.
Landwirtschaft und Alltag wieder möglich
Mit der Rückkehr zur Phase Grün dürfen nicht nur die Häuser wieder bewohnt werden. Auch die landwirtschaftlichen Flächen rund um das Dorf können wieder ohne Einschränkungen bewirtschaftet werden.
Für die Bevölkerung bedeutet dies die Rückkehr zu einem weitgehend normalen Alltag – erstmals seit über einem Jahr.
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Bergbewegungen deutlich zurückgegangen
Möglich wird die Aufhebung der Evakuierung, weil sich die Bewegungen am instabilen Berghang hoch über dem Dorf deutlich beruhigt haben. Laut Gemeinde Albula habe sich die Lage seit dem Schuttstrom Ende November 2025 nachhaltig entspannt.
„Die akute Gefährdung aus dem Felssturzgebiet hat sich so stark reduziert, dass ein dauernder Aufenthalt im Dorf wieder sicher ist“, heisst es im Bulletin.
Die Situation werde weiterhin überwacht, akuter Handlungsbedarf bestehe derzeit jedoch nicht.
Postauto fährt wieder durchs Dorf
Auch infrastrukturell kehrt Normalität zurück: Die Postautolinie 183 zwischen Lenzerheide und Davos verkehrt ab Montag wieder regulär über Brienz.
Dies erleichtert nicht nur den Alltag der Rückkehrenden, sondern auch den Zugang für Pendler, Landwirtschaft und Tourismus.










