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Brief an Amerika: Irans Präsident warnt vor Eskalation

by Daniel Lüdi
Donnerstag, 2. April 2026 um 07:07
in Ausland, Politik, Top News
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Das Bild zeigt den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian während einer öffentlichen Sitzung des Parlaments. © dpa/Vahid Salemi/AP

Das Bild zeigt den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian während einer öffentlichen Sitzung des Parlaments. © dpa/Vahid Salemi/AP

Home » Politik » Brief an Amerika: Irans Präsident warnt vor Eskalation

Ein offener Brief. Direkt an das amerikanische Volk.

Mit ungewöhnlich scharfen Worten wendet sich Irans Präsident an die USA – nicht an die Regierung, sondern an die Bürgerinnen und Bürger.

Seine Botschaft: Dieser Krieg sei „absurd“, teuer und ohne Aussicht auf ein sinnvolles Ergebnis.

Ein Schritt, der im Iran selten ist

Masoud Peseschkian richtet sich in einem offenen Schreiben direkt an die amerikanische Öffentlichkeit.

Für iranische Verhältnisse ist das aussergewöhnlich.

Beobachter sehen darin einen strategischen Versuch, nicht die Politik – sondern die öffentliche Meinung in den USA zu beeinflussen und so indirekt Druck für eine Waffenruhe zu erzeugen.

Peseschkian schreibt:

„Die Welt befindet sich heute an einem Punkt, an dem die Fortsetzung eines Konfrontationskurses kostspieliger und ergebnisloser ist denn je.“

Er erinnert daran, dass der Iran in seiner Geschichte viele Aggressoren erlebt habe. Von ihnen sei jedoch nur der „Name der Schande“ geblieben.

Krieg, der die Bevölkerung trifft

Laut Peseschkian richten sich die Angriffe gezielt gegen die zivile Infrastruktur des Landes.

Er spricht von:

  • Angriffen auf lebenswichtige Einrichtungen
  • direkten Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung
  • langfristigen Folgen für die gesamte Region

Diese Attacken seien nicht nur ein Kriegsverbrechen, sondern würden über die iranischen Grenzen hinaus Instabilität säen.

laut gmx.ch

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Rede von Donald Trump mit Spannung erwartet

Der Konflikt zwischen Iran, Israel und den USA dauert inzwischen mehrere Wochen an.

Trump hatte erklärt, der Iran habe um eine Waffenruhe gebeten.

Das wies der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Ismail Baghai, umgehend zurück. Die Aussagen seien „falsch und unbegründet“.

Zudem hatte Trump angekündigt, sich in einer Rede an die Nation zu wenden. Zentrales Thema soll ein Ultimatum sein, das in der Nacht zum 7. April ausläuft.

Die strategisch wichtige Strasse von Hormus

Seit Beginn der Kampfhandlungen ist die Schifffahrt in der Meerenge praktisch zum Erliegen gekommen.

Die Passage gilt als:

  • einer der wichtigsten Öl-Transportwege der Welt
  • geopolitischer Schlüsselpunkt zwischen dem Persischen Golf und dem offenen Meer
  • wirtschaftlich enorm bedeutend für viele Länder

Ein Stillstand dort hat globale Folgen.

Warum dieser Brief so besonders ist

Kurz zusammengefasst:

  • Direkte Ansprache an das US-Volk, nicht an die Regierung
  • Klare Wortwahl: „absurd“, „kostspielig“, „Teufelskreis“
  • Versuch, internationale Meinung zu beeinflussen
  • Betonung der zivilen Folgen des Krieges
  • Hinweis auf langfristige regionale Instabilität

Solche offenen Briefe sind in der iranischen Aussenpolitik eine Seltenheit.

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