Ein Klick als politisches Statement.
In Dänemark greifen immer mehr Menschen zu Apps, um gezielt US-amerikanische Produkte zu meiden. Der digitale Boykott gewinnt rasant an Fahrt – und die Zahlen sind eindrücklich.
Downloads steigen um 867 Prozent
Zwei Apps, die Verbraucherinnen und Verbrauchern beim Boykott US-amerikanischer Produkte helfen, erleben in Dänemark einen regelrechten Boom. Die Anwendungen NonUSA und Made O’Meter verzeichneten in der vergangenen Woche einen Anstieg der Downloads um 867 Prozent.
Die Daten stammen vom Analyseunternehmen AppFigures und wurden von der Fachplattform TechCrunch ausgewertet. Der plötzliche Anstieg fällt in eine politisch angespannte Phase, in der US-Präsident Donald Trump erneut mit einer Annexion Grönlands drohte, wie ansa.it berichtet.
NonUSA an der Spitze der Charts
Besonders stark wächst die App NonUSA. Innerhalb weniger Tage kletterte sie in den dänischen App-Store-Charts:
Platz 441 am 9. Januar
Platz 6 am Vortag
Platz 1 innerhalb von 24 Stunden
Die wichtigsten Märkte der App liegen in Dänemark, Norwegen, Schweden und Island. NonUSA identifiziert Produkte mit US-Herkunft und schlägt lokale oder europäische Alternativen vor.
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Made O’Meter mit solider Nachfrage
Die App Made O’Meter ist weniger verbreitet, verzeichnet aber ebenfalls deutlich steigende Zahlen. Aktuell belegt sie Platz 5 in den dänischen App-Store-Charts.
Auch hier liegt der Fokus darauf, Konsumentinnen und Konsumenten beim bewussten Einkauf zu unterstützen, indem Herkunftsländer von Produkten transparent gemacht werden.
Boykott als Teil einer grösseren Protestbewegung
Der App-Boom ist kein Einzelfall, sondern Teil einer breiteren Protestwelle in Dänemark. In den vergangenen Monaten hatten Verbraucher bereits:
USA-Reisen storniert
Abonnements bei US-Streamingdiensten wie Netflix gekündigt
gezielt amerikanische Produkte gemieden
Der digitale Boykott wird zunehmend als niederschwellige Möglichkeit gesehen, politischen Unmut im Alltag auszudrücken.










