Der puerto-ricanische Boxer Prichard Colón ist elf Jahre nach einer schweren Hirnblutung infolge eines Profikampfes gestorben. Der einstige Nachwuchsstar wurde 33 Jahre alt. Nach dem Kampf im Jahr 2015 lag Colón 221 Tage im Koma und war danach dauerhaft auf medizinische Betreuung und die Unterstützung seiner Familie angewiesen.
Hirnblutung nach Kampf im Jahr 2015
Prichard Colón erlitt die schwere Hirnblutung im Oktober 2015 bei einem Profikampf gegen Terrell Williams in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia. Der damals 23-jährige Boxer trug dabei irreversible neurologische Schäden davon.
Nach Angaben des Boxverbandes WBC musste Colón während des Kampfes mehrere schwere und regelwidrige Schläge gegen den Hinterkopf einstecken. Nach dem Kampf wurde er notoperiert, wobei der Druck auf sein Gehirn reduziert werden sollte.
Anschliessend lag Colón 221 Tage im Koma. Nach seinem Erwachen blieb er schwer beeinträchtigt und war dauerhaft auf medizinische Betreuung sowie die Hilfe seiner Familie angewiesen.
Laut GMX bestätigten sein Vater Richard Colón und Boxverbände den Tod des ehemaligen Profiboxers. Sein Vater teilte die Nachricht auch über Facebook mit und bedankte sich bei den Menschen, die seinen Sohn über Jahre hinweg mit Gebeten und Unterstützung begleitet hatten.
Familie kümmerte sich über Jahre um den Boxer
Colóns Leben veränderte sich nach dem Kampf vollständig. Der zuvor als grosses Talent geltende Boxer war fortan auf einen Rollstuhl und umfassende Unterstützung angewiesen.
Seine Familie übernahm über Jahre einen grossen Teil der Betreuung. Die Geschichte des Boxers bewegte die internationale Boxwelt und rückte gleichzeitig die Risiken schwerer Kopfverletzungen im Profisport stärker in den Mittelpunkt.
Colón hatte vor dem folgenschweren Kampf eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen. In seinen ersten 16 Profikämpfen blieb er ungeschlagen und gewann 13 Begegnungen durch K.-o.
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Boxverbände würdigen Colón
Nach seinem Tod würdigten verschiedene Boxverbände das Leben und die Karriere des Puerto-Ricaners. Der WBC bezeichnete Colón als Symbol für Widerstandskraft, Glauben und Würde. Der Verband ernannte ihn später zum Ehrenweltmeister.
Auch die World Boxing Organization (WBO) erinnerte an den ehemaligen Boxer. Sein Mut, seine Stärke und sein Kampfgeist hätten weit über den Boxring hinaus Wirkung gezeigt.
Colóns Vater Richard verabschiedete sich mit emotionalen Worten von seinem Sohn. Die Familie bat zugleich darum, sie auch nach seinem Tod weiterhin in Gedanken und Gebeten zu begleiten.
Sicherheitsregeln nach dem Unglück verschärft
Der Fall Colón hatte auch Auswirkungen auf die Diskussion über die Sicherheit im Boxsport. Der WBC erklärte, das Unglück habe dazu beigetragen, die eigenen Sicherheitsbestimmungen deutlich zu verschärfen.
Dazu gehörten nach Angaben des Verbandes unter anderem eine Null-Toleranz-Politik bei Schlägen auf den Hinterkopf sowie strengere medizinische Vorgaben. Damit sollte das Risiko schwerer Verletzungen reduziert und die Gesundheit der Boxerinnen und Boxer besser geschützt werden.
Elf Jahre nach dem Kampf endet damit das Leben eines Boxers, dessen Karriere einst vielversprechend begonnen hatte und dessen Schicksal später weit über den Sport hinaus bekannt wurde.






