Bluthochdruck gehört zu den gefährlichsten Volkskrankheiten überhaupt.
Das Problem: Viele Betroffene merken jahrelang nichts davon.
Und genau deshalb werden falsche Messungen schnell zum Risiko.
Millionen messen falsch – ohne es zu wissen
Viele Menschen kontrollieren ihren Blutdruck zuhause.
Doch schon kleine Fehler können die Werte massiv verfälschen.
Dazu gehören:
- falsch positionierte Arme
- Sprechen während der Messung
- Stress oder Hektik
- Kaffee kurz vorher
- Beine überschlagen
Besonders häufig passiert ein Fehler, den viele komplett unterschätzen.
Die Armhaltung entscheidet über den Wert
Eine Studie der Johns Hopkins University zeigte, wie stark die Armposition das Ergebnis beeinflusst.
Forscher untersuchten bei 133 Erwachsenen unterschiedliche Armhaltungen während der Messung.
Das Ergebnis überraschte selbst Experten:
- hing der Arm locker herunter, waren die Werte deutlich höher
- lag der Arm im Schoss, stiegen die Werte ebenfalls
- die genauesten Ergebnisse entstanden mit abgestütztem Arm auf Herzhöhe
Die korrekte Haltung kann also entscheidend sein.
So messen Sie den Blutdruck richtig
Damit die Werte möglichst zuverlässig sind, empfehlen Experten folgende Schritte:
Vor der Messung
- mindestens fünf Minuten ruhig sitzen
- nicht direkt nach Sport messen
- vorher keinen Kaffee oder Nikotin konsumieren
- nicht direkt nach Stresssituationen messen
Während der Messung
- Rücken anlehnen
- Füsse flach auf den Boden stellen
- Beine nicht überschlagen
- nicht sprechen
- Arm entspannt auf einem Tisch abstützen
Die Manschette sollte sich auf Herzhöhe befinden.
Wann wird Bluthochdruck gefährlich?
Als normal gelten bei Erwachsenen Werte unter:
120/70 mmHg120/70\ \mathrm{mmHg}
Ab dauerhaft erhöhten Werten von: 140/90 mmHg140/90\ \mathrm{mmHg}sprechen Ärzte von Bluthochdruck.
Bereits ein erhöhter oberer oder unterer Wert kann problematisch sein.
🚨 Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
👉 imTicker auf WhatsApp abonnieren
Warum hoher Blutdruck so gefährlich ist
Bluthochdruck belastet Herz und Gefässe dauerhaft.
Die Folgen können gravierend sein:
- Herzschwäche
- Schlaganfall
- Herzinfarkt
- Nierenschäden
- Sehprobleme
Das Gefährliche daran:
Die Erkrankung verursacht oft lange keinerlei Beschwerden.
Diese Warnzeichen sollten Sie ernst nehmen
Wenn Symptome auftreten, besteht der Bluthochdruck oft schon längere Zeit.
Mögliche Hinweise sind:
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Luftnot
- Druck auf der Brust
- Nasenbluten
- Müdigkeit
Viele Menschen entdecken erhöhte Werte erst zufällig bei einer Kontrolle.
Was den Blutdruck natürlich senken kann
Experten empfehlen vor allem Veränderungen im Alltag.
Besonders wichtig:
- weniger Salz
- regelmässige Bewegung
- Gewichtsreduktion
- weniger Alkohol
- besserer Schlaf
- Stress reduzieren
Schon tägliche Spaziergänge können helfen.
Blutdruck zuhause messen – aber nicht übertreiben
Regelmässige Kontrollen können sinnvoll sein.
Doch ständiges Nachmessen sorgt bei manchen Menschen eher für Stress.
Kardiologen empfehlen deshalb oft ein Blutdrucktagebuch mit festen Messzeiten.
Fazit
Bluthochdruck bleibt oft lange unsichtbar – und genau das macht ihn gefährlich.
Umso wichtiger ist eine korrekte Messung.
Denn schon eine falsche Armhaltung kann dazu führen, dass Werte zu hoch erscheinen oder echte Risiken übersehen werden.






