Viele sehen Biokraftstoffe als klimafreundliche Alternative.
Doch eine neue Analyse sorgt jetzt für Ernüchterung: Autofahren mit Biofuel ist deutlich teurer als gedacht.
Und der Unterschied ist drastisch.
Studie zeigt: 79 Prozent höhere Kosten
Eine aktuelle Auswertung der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) kommt zu einem klaren Ergebnis:
- Autofahren mit Biokraftstoff ist im Schnitt 79 Prozent teurer als mit Strom
Konkret bedeutet das:
- Elektroauto: rund 7 Euro (ca. 6.42 Franken) pro 100 km
- Biofuel (HVO): rund 13 Euro (ca. 11.92 Franken) pro 100 km
Der Preisunterschied ist damit erheblich – und könnte Auswirkungen auf die Verkehrswende haben.
Was ist HVO überhaupt?
HVO steht für „hydriertes Pflanzenöl“.
Dieser Treibstoff gilt als sogenannter Drop-in-Kraftstoff, das heisst:
- Kann in bestehenden Dieselmotoren verwendet werden
- Kein Umbau des Fahrzeugs nötig
- Wird aus pflanzlichen oder tierischen Reststoffen hergestellt
Das macht HVO auf den ersten Blick attraktiv – besonders für die Industrie.
Warum Biofuel trotzdem an Grenzen stösst
Die Studie sieht mehrere Probleme:
Begrenzte Verfügbarkeit
- Rohstoffe für HVO sind knapp
- Produktion kann nicht beliebig skaliert werden
Konkurrenz mit anderen Branchen
Besonders kritisch:
- Luftfahrt benötigt ebenfalls nachhaltige Treibstoffe
- Industrie und Schwerverkehr greifen auf ähnliche Ressourcen zurück
Das könnte zu Engpässen führen.
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Forderung der Experten
Die Studienautoren sprechen sich klar aus:
- Biokraftstoffe sollen keinen Vorrang im Personenverkehr erhalten
- Fokus soll stärker auf Elektromobilität liegen
Denn:
- Strom ist günstiger
- Skalierbarkeit ist höher
- Infrastruktur wächst kontinuierlich
Was bedeutet das für Autofahrer?
Für Konsument:innen ergibt sich ein klares Bild:
Elektroautos bieten aktuell:
- Niedrigere Betriebskosten
- Bessere Zukunftsperspektiven
- Weniger Abhängigkeit von knappen Ressourcen
Biokraftstoffe hingegen:
- Teurer im Alltag
- Begrenztes Angebot
- Eher Übergangslösung
Übergang oder Sackgasse?
Biokraftstoffe wie HVO könnten kurzfristig helfen, Emissionen zu senken.
Doch langfristig zeigen die Zahlen: Die Zukunft gehört wohl dem Elektroantrieb.






