Klares Votum aus Bern: Die Stadtberner Stimmberechtigten sagen Ja zu allen sieben Vorlagen – und das teils mit überwältigender Mehrheit.
Wohnraum, Verkehr, Budget: Die Bevölkerung setzt ein starkes Zeichen für Zukunft und Stadtentwicklung.
Gaswerkareal & Brückenkopf: grünes Licht für mehr Wohnraum
Gaswerkareal: 73–75 % Zustimmung
Die Bevölkerung sagte mit 75,18 % Ja zur Planung Gaswerkareal und mit 73,13 % zur Abgabe im Baurecht samt Kredit. Damit können auf dem Gelände an der Sandrainstrasse 300–500 neue Wohnungen, Gewerbeflächen und öffentliche Nutzungen entstehen.
Stadtpräsidentin Marieke Kruit:
„Endlich haben wir die planerische Grundlage, um dringend benötigten, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen.“
Brückenkopf West: 78,71 % Ja-Stimmen
Auch der angrenzende Bereich beim westlichen Ende der Monbijoubrücke soll aufgewertet und verdichtet werden – mit Wohn-, Gewerbe- und Gastronomienutzung, teils preisgünstig.
Budget 2026 angenommen – trotz Schuldenwachstum
Solide Mehrheit für städtische Finanzen
Mit 68,07 % Zustimmung nahmen die Stimmberechtigten das Budget 2026 an – bei:
-
Steuerfuss 1,54 unverändert
-
geplanter Überschuss von 66’000 CHF
-
Investitionen von 156,5 Mio. CHF
-
Schuldenwachstum um 80 Mio. CHF
Gemeinderätin Melanie Mettler:
„Ein verantwortungsvoller und nachhaltiger Einsatz der Ressourcen – gemeinsam mit dem Volk.“
Velostation Welle 7 bleibt – Mietvertrag bis 2030 verlängert
Mit 75,50 % Ja-Stimmen sagten die Stimmberechtigten Ja zum weiteren Betrieb der Velostation beim Bahnhof Bern, trotz Referendum.
-
Miete & Betrieb: rund 480’000 CHF/Jahr
-
Weiterbetrieb bis mind. Juni 2030
Mettler:
„Es ist erfreulich, dass die Stimmbevölkerung hinter dem Weiterbetrieb steht.“
Weyermannshaus West: 1’200 Wohnungen möglich
81,4 % Zustimmung – Spitzenwert unter den Vorlagen
Das Areal im Entwicklungsschwerpunkt Ausserholligen kann nun schrittweise verdichtet werden – mit bis zu 1’200 Wohnungen.
Marieke Kruit:
„Ein enorm wichtiger Beitrag gegen die Wohnungsnot.“
Neue Finanzkompetenzen für Gemeinderat & Stadtrat
Mit 66,67 % Zustimmung wurde die parlamentarische Initiative zur Anpassung der Finanzkompetenzen angenommen:
-
Obligatorisches Referendum erst ab 12 Mio. CHF (statt 7 Mio.)
-
Gemeinderat darf künftig bis 500’000 CHF selbst verfügen (vorher 300’000)
-
Inkrafttreten wird vom Gemeinderat festgelegt
Laut Medienmitteilung der Stadt Bern soll die neue Regelung für künftige Vorlagen gelten, die noch nicht überwiesen wurden.
Ein starkes Zeichen für Stadtentwicklung
Die Stadtberner Bevölkerung hat mit grosser Mehrheit allen Vorlagen zugestimmt – und setzt damit auf:
-
bezahlbaren Wohnraum
-
zukunftsorientierte Mobilität
-
verantwortungsvolle Finanzen
Takeaway:
Bern stärkt sich selbst – mit urbanem Weitblick und Bürgerwillen.










