Ein Moment, der Geschichte schreibt – und einer, der provoziert.
Bad Bunny gewinnt den Grammy für das Album des Jahres und nutzt die Bühne für eine klare politische Botschaft.
Was genau hinter seinem Satz „Wir sind keine Tiere“ steckt, sorgt noch Stunden später für Diskussionen.
Bad Bunny gewinnt Album des Jahres – ein historischer Sieg
Bad Bunny hat es geschafft: Sein komplett spanischsprachiges Album „Debí Tirar Más Fotos“ wurde bei den Grammys mit der höchsten Auszeichnung des Abends geehrt – Album des Jahres.
Damit ist der 31-jährige Puertoricaner der erste lateinamerikanische Künstler, dem dies in der 68-jährigen Geschichte der Grammy Awards gelungen ist.
Ein Meilenstein. Nicht nur für die lateinamerikanische Musikszene.
„Wir sind keine Tiere“ – deutliche Worte gegen Ice
Bereits zuvor sorgte Bad Bunny bei der Annahme des Grammys für das beste Urban-Music-Album für Aufsehen. In seiner Rede richtete er sich direkt gegen „Ice“ – eine Anspielung auf die US-Einwanderungsbehörde ICE.
„Bevor ich Gott danke, sage ich eins: Ice ist raus!
Wir sind keine Wilden, wir sind keine Tiere, wir sind keine Ausserirdischen.
Wir sind Menschen und wir sind Amerikaner.“
Der Applaus in der Crypto.com Arena in Los Angeles war laut – und eindeutig.
Bad Bunny singt ausschliesslich auf Spanisch und hatte im vergangenen Jahr bewusst Auftritte in den USA vermieden, um seine Fans nicht möglichen Behördenmassnahmen auszusetzen. Laut ansa.it gilt seine Rede als eine der politischsten Grammy-Momente der letzten Jahre.
Billie Eilish gewinnt Song des Jahres – mit klarer Haltung
Auch Billie Eilish setzte ihre Grammy-Erfolgsgeschichte fort.
Ihr Song „Wildflower“ wurde als Song des Jahres ausgezeichnet.
Es ist bereits ihr dritter Gewinn in dieser Kategorie – nach:
„Bad Guy“ (2020)
„What Was I Made For?“ aus dem Barbie-Soundtrack (2024)
Gemeinsam mit ihrem Bruder Finneas trug sie auf der Bühne einen „Ice Out“-Anstecker – ein stilles, aber deutliches Zeichen.
„Niemand ist illegal in einem gestohlenen Land.
Wir müssen unsere Stimme erheben. Unsere Stimmen zählen.“
Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
imTicker auf WhatsApp abonnieren
Lady Gaga gewinnt Bestes Pop-Album
Der Grammy für das beste Pop-Album ging an Lady Gaga für „Mayhem“.
In ihrer Dankesrede sprach sie offen über ihre Erfahrungen als Frau in der Musikindustrie.
Ihre Botschaft:
Vertraue deiner eigenen Stimme
Steh für deine Ideen ein
Lass dich nicht einschüchtern
Ein Statement, das besonders bei jungen Künstlerinnen Anklang fand.
Weitere Gewinner des Abends
Neben den grossen Namen gab es weitere Highlights:
Kendrick Lamar – Bestes Rap-Album
Olivia Dean – Beste neue Künstlerin
In der Kategorie Song des Jahres waren unter anderem nominiert:
Rosé (Blackpink) & Bruno Mars
Kendrick Lamar & SZA
Sabrina Carpenter
Doechii
Huntr/x (aus „K-Pop Demon Hunters“)
Warum dieser Grammy-Abend anders war
Diese Grammy-Nacht war mehr als Glamour.
Sie war politisch, emotional – und laut.
Die wichtigsten Takeaways:
Spanischsprachige Musik ist im Mainstream angekommen
Künstler nutzen ihre Reichweite zunehmend für klare Botschaften
Musikpreise sind wieder gesellschaftlich relevant










