Der Tierpark Bern erlebt einen aussergewöhnlich lebendigen Frühling.
Überall tapsen, wackeln und stolpern derzeit Jungtiere durch die Anlagen – und Besucher erleben eine seltene Dichte an Nachwuchs aus verschiedenen Tierarten gleichzeitig.
Ein Frühling voller Leben
Kaum eine Jahreszeit zeigt die Dynamik eines Natur- und Artenschutzparks so deutlich wie der Frühling.
Im Tierpark Bern sorgen derzeit unter anderem folgende Jungtiere für Aufmerksamkeit:
- Wolfswelpen in den Wurfhöhlen
- Elchkälber mit ersten Gehversuchen
- Wisentnachwuchs im Waldgehege
- Europäische Ziesel in Bewegung
- Flamingoküken im grauen Jugendkleid




Wolfswelpen im Fokus der Forschung
Besonders intensiv beobachtet wird aktuell das Wolfsrudel im Tierpark Bern.
In Zusammenarbeit mit der Universität Neuchâtel läuft ein Forschungsprojekt, das das Sozialverhalten von Wölfen in den ersten Lebenswochen untersucht.
Dabei kommen zum Einsatz:
- Livekameras in den Wurfhöhlen
- Mikrofone zur akustischen Analyse
- Langzeitbeobachtungen über mehrere Jahre
Die Jungtiere werden blind und hilflos geboren und verbringen ihre ersten Wochen eng geschützt bei der Mutter.
Elche, Wisente und seltene Arten
Auch bei den grossen Säugetieren gibt es Nachwuchs.
Elchkälber im Schonraum
Elchkälber sind bereits kurz nach der Geburt erstaunlich mobil. Im Tierpark bleiben sie zunächst geschützt bei der Mutter, bevor sie schrittweise für Besucher sichtbar werden.
Wisente im Wiederaufbau
Der Wisentbestand im Tierpark Bern ist Teil eines europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Seit Jahrzehnten trägt der Park zur Stabilisierung der Art bei.
Europäische Ziesel als Rückkehrer
Die kleinen Nager gelten in vielen Regionen als gefährdet. Im Tierpark gezüchtete Tiere werden regelmässig für Auswilderungsprojekte vorbereitet.
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Weitere Jungtiere im Park
Auch kleinere und seltenere Arten zeigen Nachwuchs:
- Steinkäuze
- Alpensteinböcke
- Bezoarziegen
- Rosa Flamingos
Parallel dazu befinden sich mehrere Vogelarten noch im Brutgeschäft, darunter Auerhühner, Birkhühner und Bienenfresser.



Bedeutung für den Artenschutz
Der Tierpark Bern ist Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Ziel ist es, stabile Reservepopulationen bedrohter Arten aufzubauen und langfristig Auswilderungen zu ermöglichen.
Beispiele aus dem Park:
- Wisente: über 100 Nachzuchten in 50 Jahren
- Ziesel: regelmässige Auswilderungsprogramme in Europa
- Raubtiere: wissenschaftlich begleitete Sozialforschung
Der Frühling im Tierpark Bern zeigt eindrücklich, wie eng Forschung, Artenschutz und Naturerlebnis miteinander verbunden sind.
Die Vielzahl an Jungtieren macht den Park derzeit zu einem der lebendigsten Orte der Region – und liefert gleichzeitig wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse für den Erhalt bedrohter Arten.






