Ein Milliardenkonzern unter Druck – und dennoch systemrelevant für die Schweiz.
Die Ergebnisse der Axpo zeigen, wie stark geopolitische Spannungen inzwischen auch den Energiemarkt beeinflussen
Gewinnrückgang trotz stabiler Versorgung
Die Schweizer Energieversorgerin Axpo hat im ersten Halbjahr 2025/26 weniger verdient als im Vorjahr.
Der Reingewinn sank auf 519 Millionen Franken nach 562 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum.
Auch die Gesamtleistung ging leicht zurück auf 3,9 Milliarden Franken.
Was hinter den Zahlen steckt
Trotz Rückgang bleibt das Ergebnis solide – doch mehrere Faktoren belasten das Geschäft:
Volatile Energiemärkte
Die Energiemärkte haben sich stark verändert:
- sinkende Strompreise im Vergleich zu Vorjahren
- stärkere Schwankungen durch Wetter
- geopolitische Unsicherheiten
Geopolitische Einflüsse
Besonders der Nahostkonflikt wirkt sich indirekt auf die Märkte aus.
Zusätzlich führten internationale Spannungen zu kurzfristigen Preisbewegungen.
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Produktionsausfälle als Faktor
Ein ungeplanter Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen beeinflusste zeitweise die Stromproduktion.
Trotzdem konnte Axpo dank abgesicherter Preise stabile Ergebnisse erzielen.
40 Prozent der Schweizer Stromversorgung
Ein zentraler Punkt bleibt die Rolle der Axpo im Inland:
Das Unternehmen liefert rund 40 Prozent des in der Schweiz verbrauchten Stroms.
Damit bleibt Axpo ein entscheidender Pfeiler der Versorgungssicherheit.
Strategische Ausrichtung im Wandel
Die Strategie des Unternehmens setzt zunehmend auf internationale Märkte.
Hintergrund ist die langfristige Entwicklung im Inland:
- Heimfall von Wasserkraftwerken
- schrittweiser Rückgang der Kernenergie
Blick nach vorne
Im zweiten Halbjahr erwartet das Unternehmen saisonal bedingt tiefere Ergebnisse.
Zudem werden abgesicherte Strompreise künftig voraussichtlich tiefer liegen.






