Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz hat im Juli 2026 leicht zugenommen. Die Arbeitslosenquote stieg saisonbedingt um 0,1 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent. Laut Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) blieb die saisonbereinigte Quote jedoch unverändert. Gleichzeitig ging die Zahl der offenen Stellen zurück.
Mehr Arbeitslose im Juli registriert
Ende Juli 2026 waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) in der Schweiz insgesamt 139’276 Personen als arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 1,1 Prozent gegenüber Juni.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Zahl der Arbeitslosen um 7,8 Prozent zu.
Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 2,9 auf 3,0 Prozent. Das Seco führt den Anstieg vor allem auf saisonale Effekte zurück. Werden diese Einflüsse herausgerechnet, blieb die Quote bei 3,1 Prozent stabil.
Saisonale Schwankungen sind insbesondere in Branchen wie Bau, Landwirtschaft und Gastgewerbe üblich, da die Beschäftigung dort teilweise stark von Wetter und Jahreszeit abhängig ist.
Weniger offene Stellen gemeldet
Auch die Entwicklung bei den offenen Stellen zeigt eine gewisse Abkühlung am Arbeitsmarkt. Ende Juli waren bei den RAV insgesamt 45’156 offene Stellen gemeldet.
Das entspricht einem Rückgang von 4,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Rund zwei Drittel dieser Stellen unterlagen der gesetzlichen Meldepflicht für Berufsgruppen mit erhöhter Arbeitslosigkeit.
Saisonbereinigt fiel der Rückgang geringer aus. Die Zahl der offenen Stellen sank dabei um 0,6 Prozent.
Die saisonbereinigte Betrachtung ermöglicht eine bessere Einschätzung der tatsächlichen Entwicklung, da kurzfristige Schwankungen ausgeblendet werden.
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Kurzarbeit geht weiter zurück
Neben den Arbeitslosenzahlen veröffentlichte das Seco auch aktuelle Angaben zur Kurzarbeit. Die Daten beziehen sich allerdings auf April 2026 und werden mit zeitlicher Verzögerung erhoben.
Im April waren 3,2 Prozent weniger Personen von Kurzarbeit betroffen als noch im März. Insgesamt befanden sich 673 Betriebsabteilungen in Kurzarbeit. Das entspricht einem Rückgang von 41 Betrieben beziehungsweise 5,7 Prozent.
Die Kurzarbeit bleibt damit ein wichtiges Instrument, um Beschäftigung in wirtschaftlich schwierigen Phasen zu sichern.
Unternehmen können länger Kurzarbeit nutzen
Der Bundesrat hatte im Mai 2026 beschlossen, dass Unternehmen weiterhin bis zu zwei Jahre Kurzarbeitsentschädigung beziehen können.
Normalerweise ist die Bezugsdauer auf zwölf Monate begrenzt. Mit der Verlängerung sollen Betriebe unterstützt werden, die mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sind, und Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Die nächste Überprüfung der maximalen Bezugsdauer ist für Ende 2026 vorgesehen.
Trotz der leicht höheren Arbeitslosenquote zeigt die saisonbereinigte Entwicklung laut Seco weiterhin einen relativ stabilen Schweizer Arbeitsmarkt.






