Apple hat im vergangenen Quartal beim iPhone-Geschäft ein deutliches Wachstum erzielt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Trotz höherem Umsatz und Gewinn geriet die Aktie nachbörslich unter Druck. Grund dafür sind unter anderem Engpässe bei wichtigen Halbleitern und verfehlte Erwartungen in einzelnen Geschäftsbereichen.
Starkes Quartal dank iPhone-Geschäft
Der US-Technologiekonzern steigerte den Umsatz mit dem iPhone im Vergleich zum Vorjahresquartal um knapp 22 Prozent auf 54,25 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf Apple die Prognosen der Analysten deutlich.
Insgesamt erhöhte sich der Konzernumsatz um 16 Prozent auf rund 109,4 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn legte um 27 Prozent auf knapp 29,8 Milliarden US-Dollar zu.
Zum positiven Ergebnis trugen laut Apple auch Rückzahlungen von US-Importzöllen bei. Diese wurden fällig, nachdem einzelne Zollmassnahmen der US-Regierung durch den Obersten Gerichtshof der USA aufgehoben worden waren.
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Aktie fällt trotz Rekordergebnis
Trotz der starken Geschäftszahlen verlor die Apple-Aktie im nachbörslichen US-Handel zeitweise rund vier Prozent.
Analysten verwiesen darauf, dass Apple im margenstarken Dienstleistungsgeschäft sowie in der Region China zwar wachsen konnte, die Markterwartungen jedoch nicht vollständig erfüllte.
Chip-Engpässe bremsen Apple
Konzernchef Tim Cook räumte ein, dass Apple derzeit mit erheblichen Engpässen bei wichtigen Halbleitern konfrontiert ist. Besonders betroffen seien kombinierte Chipsysteme, die in iPhones und Mac-Computern eingesetzt werden.
Nach Angaben von Cook unterschätzte Apple die Nachfrage nach iPhones und Macs trotz bereits hoher Absatzprognosen. Gleichzeitig seien die Produktionskapazitäten der Chiphersteller aufgrund der weltweit stark gestiegenen Nachfrage nach Halbleitern für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz weitgehend ausgelastet.
Dadurch verfüge Apple derzeit über weniger Spielraum als in früheren Jahren, um zusätzliche Produktionskapazitäten kurzfristig zu sichern.
Führungswechsel und neue iPhone-Generation erwartet
Das Ende Juni abgeschlossene Quartal war das letzte vollständige Quartal unter der Leitung von Tim Cook. Nach 15 Jahren an der Spitze des Unternehmens wird Cook die Konzernführung im September an den bisherigen Hardware-Chef John Ternus übergeben.
Parallel bereitet Apple traditionell die Produktion der nächsten iPhone-Generation für den Herbst vor. Offiziell äussert sich der Konzern noch nicht zum Zeitplan. Branchenbeobachter rechnen jedoch erneut mit einer Präsentation im September. Medienberichten zufolge könnte Apple zudem erstmals ein faltbares iPhone vorstellen.






