US-Politiker wollen Razzien rund um WM-Spiele verbieten
Die Fussball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird nicht nur sportlich, sondern auch politisch brisant.
Drei US-Kongressabgeordnete haben Gesetzesentwürfe eingebracht, um den Einfluss der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE während der Weltmeisterschaft massiv einzuschränken.
Fans aus mehreren Teilnehmerländern sehen sich derzeit mit besonders strengen Einreiseregeln in die USA konfrontiert.
Kautionen bis zu 15’000 Dollar für WM-Besucher
Die Trump-Administration hat ihr Kautionsprogramm ausgeweitet.
Reisende aus mehreren WM-Teilnehmerländern – darunter neu auch Tunesien – müssen bei der Einreise eine Kaution von bis zu 15’000 US-Dollar hinterlegen.
Die Überprüfung des Aufenthaltsstatus soll unter anderem durch ICE erfolgen.
Laut gmx.ch wollen mehrere demokratische Abgeordnete genau das während der WM verhindern.
Drei Gesetze gegen ICE-Einsätze bei Stadien und Fanmeilen
Die demokratische Abgeordnete Nellie Pou aus New Jersey brachte den Entwurf „Save the World Cup Act“ ein:
- Keine ICE-Einsätze im Umkreis von 1,6 km um WM-Stadien und Fanmeilen
- Keine Verwendung von Bundesmitteln für Einwanderungsdurchsetzung während Spielen
Ein zweiter Entwurf, der „Safe Passage to the World Cup Act“, zielt auf den öffentlichen Verkehr:
- Keine ICE-Kontrollen in Bussen, Bahnen und öffentlichen Verkehrsmitteln in WM-Städten
Ein dritter Vorstoss soll verhindern, dass lokale Polizeibehörden im Auftrag von ICE handeln dürfen.
🚨 Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
👉 imTicker auf WhatsApp abonnieren
Scharfer Streit mit ICE-Direktion
Pou lieferte sich zuletzt einen offenen Schlagabtausch mit ICE-Interimsdirektor Todd Lyons.
Dieser betonte, ICE spiele eine „Schlüsselrolle“ für die Sicherheit während des Turniers.
Pou kontert:
„Keine Razzien der ICE auf dem Spielfeld.“
Sorge um Angst bei Fans und Touristen
Die Abgeordneten befürchten, dass aggressive Kontrollen:
- Touristen abschrecken
- Angst bei Stadionbesuchern auslösen
- Die Atmosphäre des Turniers massiv belasten
Eric Swalwell, Mitinitiant des ÖV-Gesetzes, erklärte:
„Der öffentliche Verkehr darf nicht zu einem Ort des Terrors werden.“
Das Heimatschutzministerium weist die Kritik zurück. Man überprüfe lediglich den Aufenthaltsstatus legal eingereister Personen.
Entscheidung noch offen
Ob die Gesetzesentwürfe eine Mehrheit finden, ist unklar. Pou hofft auf parteiübergreifende Unterstützung auch von Republikanern.
Für sie steht fest:
Eine erfolgreiche WM sei unmöglich, wenn Fans Angst vor Festnahmen oder Razzien hätten.







