Rückkehr nach einer Tragödie
Nach dem schweren Verkehrsunfall in Nigeria, bei dem zwei seiner engsten Freunde ums Leben kamen, ist Anthony Joshua nach Grossbritannien zurückgekehrt.
Der ehemalige Schwergewichtsweltmeister erholt sich Berichten zufolge zu Hause von seinen Verletzungen – körperlich wie seelisch schwer gezeichnet von den Ereignissen.
Abschied in London
Die Beerdigungen von Sina Ghami und Latif „Latz“ Ayodele finden morgen, Sonntag, 4. Januar, in der Londoner Zentralmoschee statt.
Sina Ghami: Fitness- und Athletiktrainer
Latif Ayodele: persönlicher Trainer und enger Vertrauter
Beide kamen bei dem Unfall nahe Lagos ums Leben, als ihr Fahrzeug auf einer Schnellstrasse mit einem stehenden Lastwagen kollidierte.
Laut dailymail.co.uk landete Joshua am Freitagabend am Flughafen London Stansted und zog sich anschliessend in seine Villa zurück.
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Eine Entscheidung in letzter Minute rettete ihm das Leben
Besonders erschütternd:
Joshua entkam dem Tod offenbar nur durch eine Entscheidung in letzter Minute.
Kurz vor der Fahrt wechselte er im Geländewagen vom Beifahrersitz auf den Rücksitz – wenige Augenblicke, bevor das Fahrzeug seine letzte Fahrt antrat.
Der Unfall ereignete sich nur Stunden nach der Ankunft des Teams in Nigeria.
Fahrer ohne gültigen Führerschein
Bei der Anhörung des Fahrers Adeniyi Mobolaji Kayode (47) vor Gericht in Sagamu kamen weitere brisante Details ans Licht:
kein gültiger Führerschein
mehrere Anklagepunkte, darunter fahrlässige Tötung
Kayode plädierte auf nicht schuldig
Begründung: angebliches Bremsversagen
Der Fahrer, der seit über drei Jahren für Joshua arbeitete, wurde gegen Kaution von 5 Millionen Naira freigelassen. Der Prozess wurde auf den 20. Januar vertagt.
Familie des Fahrers weist Schuld zurück
Vor dem Gerichtsgebäude zeigte sich die Familie des Fahrers tief erschüttert.
Sein Sohn erklärte, es handle sich um einen tragischen Unfall:
der Vater sei kein Raser
er habe die Geschwindigkeit eingehalten
der Lastwagen sei widerrechtlich abgestellt gewesen
Joshua selbst sass zu Beginn der Fahrt vorne, wurde aber gebeten, nach hinten zu wechseln – wegen seiner Körpergrösse und eingeschränkter Sicht für den Fahrer.
Ein Boxer im Ausnahmezustand
Joshua war auf dem Weg zu Verwandten in Sagamu, wo er Neujahr verbringen wollte.
Er besitzt familiäre Wurzeln in der Region und hatte sich nach seinem jüngsten Sieg längere Zeit in Nigeria aufgehalten.
Nun steht für ihn nicht der Sport im Mittelpunkt – sondern die Trauer.










