Nach den US-Angriffen auf den Iran mehren sich kritische Stimmen – auch aus den eigenen Reihen.
Die Militäroffensive könnte für US-Präsident Donald Trump zur politischen Zerreissprobe werden.
Militärschlag mit politischem Risiko
Donald Trump inszeniert sich gerne als Friedenspräsident. „Keine Kriege“ war bereits 2024 ein zentrales Motto seines Wahlkampfes, mit dem er Anhänger der „Make America Great Again“-Bewegung (MAGA) mobilisierte.
Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels auf iranische Ziele – bei denen unter anderem Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet worden sein soll – steht dieses Image jedoch auf dem Prüfstand. Teheran reagierte mit Gegenschlägen gegen Ziele in Israel sowie gegen US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
Laut gmx.ch mehren sich inzwischen parteiübergreifend kritische Stimmen in Washington, die vor einer weiteren Eskalation warnen.
Kritik auch aus den eigenen Reihen
Nicht nur Demokraten, sondern auch Republikaner äusserten Zweifel am Kurs des Präsidenten.
Die demokratische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez warf Trump vor, das Land in einen unerwünschten Krieg zu führen. Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie erklärte, das Vorgehen entspreche nicht dem „America First“-Prinzip.
Trump hatte sich im Wahlkampf klar gegen neue Auslandseinsätze positioniert und vor allem den isolationistischen Flügel seiner Partei angesprochen. Nun sehen einige seiner Unterstützer in der Iran-Offensive einen Bruch mit diesem Versprechen.
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Überraschende Umfragewerte
Dennoch zeigen Umfragen ein differenziertes Bild. Einer Erhebung zufolge befürwortet ein erheblicher Teil der Trump-Wähler einen Militäreinsatz gegen Staaten wie den Iran, Kuba oder Grönland. Besonders im Fall Iran lag die Zustimmung vergleichsweise hoch.
Gleichzeitig sprach sich jedoch ein signifikanter Anteil gegen eine Intervention aus. Insgesamt überwog – zumindest vor den Angriffen – die Skepsis gegenüber einem militärischen Vorgehen.
Beobachter warnen daher, dass bereits kleinere Verschiebungen in der Wählerbasis vor den anstehenden Kongresswahlen entscheidend sein könnten.
Zusätzlicher Druck vor den Wahlen
Die Offensive kommt für Trump zu einem sensiblen Zeitpunkt. Am 3. November werden sämtliche Sitze im Repräsentantenhaus sowie ein Drittel des Senats neu gewählt.
Zudem sieht sich der Präsident auch innenpolitisch mit Herausforderungen konfrontiert: steigende Lebenshaltungskosten, Kritik an seiner Zollpolitik sowie sinkende Zustimmungswerte.
Eine Eskalation im Iran könnte zusätzlich wirtschaftliche Folgen haben. Steigende Ölpreise würden die Inflation weiter antreiben – und damit direkt die amerikanischen Verbraucher treffen.










