Drei Frauen steigen in die Metro – und geraten in einen Albtraum.
Innerhalb weniger Minuten werden sie an drei Stationen mit einer Stichwaffe verletzt.
Und dann kommt die Frage, die Frankreich jetzt spaltet: Hätte der mutmassliche Täter längst abgeschoben werden müssen?
Was in der Pariser Metro passiert ist
Am 2. Weihnachtsfeiertag kam es in Paris zu drei Angriffen auf Frauen in der Metro-Linie 3. Die Taten ereigneten sich am Nachmittag – unter anderem im Umfeld der Pariser Oper.
Was bisher bekannt ist
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Drei Frauen wurden an drei verschiedenen Stationen attackiert
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Die Angriffe erfolgten ohne erkennbaren Grund
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Die Verletzungen betrafen Rücken, Beine und Oberschenkel
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Alle Opfer wurden vor Ort medizinisch versorgt
Die Polizei leitete sofort eine Grossfahndung ein – der mutmassliche Täter konnte am Abend im Grossraum Paris festgenommen werden.
Wer der mutmassliche Täter ist
Laut Behördenangaben handelt es sich um einen 25-jährigen Mann, der aus Mali stammen soll. Der Verdächtige sei bereits polizeibekannt gewesen und konnte durch Videoaufnahmen sowie Ermittlungsarbeit identifiziert werden.
Wie tag24.de berichtet, sollen dabei auch Überwachungskameras und Hinweise zur Ortung seines Handys eine Rolle gespielt haben.
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Der brisante Punkt: Hätte er längst abgeschoben werden müssen?
Genau hier wird der Fall politisch.
Denn laut Berichten soll der Mann bereits Anfang 2024 wegen Delikten wie:
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Diebstahl
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sexueller Nötigung
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und weiteren Straftaten
zu einer Haftstrafe verurteilt worden sein.
Nach seiner Entlassung im Juli soll eine Abschiebung vorgesehen gewesen sein – doch sie scheiterte offenbar an fehlenden Dokumenten.
Warum eine Abschiebung scheitern kann
Abschiebungen können in der Praxis blockiert werden, wenn:
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Herkunftspapiere nicht beschafft werden können
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das Herkunftsland nicht kooperiert
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Identität nicht eindeutig nachgewiesen ist
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Fristen ablaufen und eine Person aus der Abschiebehaft entlassen werden muss
Genau das soll hier passiert sein: Nach 90 Tagen soll der Mann aus der Abschiebeeinrichtung entlassen worden sein.
Was die Behörden jetzt sagen
Frankreichs Innenministerium und die Polizeiführung lobten die Ermittler für das rasche Handeln. Gleichzeitig wurde eingeräumt, dass die Abschiebung nicht vollzogen werden konnte.
Die Behörden kündigten an, dass man künftig stärker priorisieren wolle:
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Ausländer ohne Papiere
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die Straftaten gegen die öffentliche Ordnung begangen haben
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schneller auszuweisen bzw. abzuschieben
Drei Frauen wurden verletzt – und ein Land diskutiert.
Nicht nur über Gewalt, sondern über ein System, das offenbar an Grenzen stösst.










