Die britische Regierungspartei Labour setzt auf einen Neuanfang. Andy Burnham übernimmt den Parteivorsitz und soll bereits in wenigen Tagen auch das Amt des Premierministers übernehmen.
Der frühere Bürgermeister von Greater Manchester verspricht einen politischen Kurswechsel und will das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen.
Andy Burnham wird neuer Labour-Chef
Andy Burnham wurde zum neuen Vorsitzenden der britischen Labour-Partei ernannt.
Der 55-Jährige war der einzige Kandidat für den Parteivorsitz und tritt die Nachfolge von Keir Starmer an, der im Juni seinen Rücktritt angekündigt hatte.
Burnham soll am Montag offiziell von Charles III mit der Regierungsbildung beauftragt werden.
Hoffnungsträger in schwierigen Zeiten
Grossbritannien erlebt seit Jahren politische Turbulenzen. Mit Burnham übernimmt bereits der siebte Regierungschef innerhalb von zehn Jahren die Führung des Landes.
Laut GMX kündigte Burnham an, eine Regierung zu bilden, die den Mut habe, lange vernachlässigte Probleme anzugehen. Labour müsse den Menschen wieder Hoffnung geben und das Land voranbringen.
Zurück zu den sozialdemokratischen Wurzeln
In seiner ersten Grundsatzrede stellte Burnham einen klaren Kurswechsel in Aussicht.
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Er kritisierte die politische und wirtschaftliche Entwicklung Grossbritanniens seit den 1980er-Jahren und sprach von «falschen Abzweigungen», die das Land genommen habe.
Seine Ziele:
- stärkere Unterstützung der Bevölkerung
- Fokus auf regionale Entwicklung
- Rückkehr zu klassischen Labour-Werten
- soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen
Niederlagen brachten Starmer zu Fall
Als wichtiger Grund für den Rücktritt von Keir Starmer gelten die schweren Verluste bei Regional- und Kommunalwahlen.
Besonders die rechtspopulistische Partei Reform UK konnte deutlich zulegen und führt in einigen Umfragen inzwischen landesweit.
Innerhalb der Labour-Partei wurde Starmer zudem vorgeworfen, sich zu weit von traditionellen sozialdemokratischen Positionen entfernt zu haben.
Burnham verspricht mehr Zusammenhalt
Der neue Labour-Chef kündigte an, die Partei stärker zu vereinen und interne Konflikte zu überwinden.
Er wolle ein Premierminister für alle Regionen des Vereinigten Königreichs sein:
- England
- Schottland
- Wales
- Nordirland
Zudem sprach sich Burnham für eine offenere Zusammenarbeit mit anderen politischen Kräften aus.





