Es ist der nächste tiefe Schnitt in einer jahrelangen Abwärtsspirale.
Prinz Andrew hat nun auch die letzten verbliebenen königlichen Ehren verloren.
Und trotzdem wird er Weihnachten noch dort verbringen, wo er eigentlich schon nicht mehr sein sollte.
König Charles zieht den Schlussstrich
Am 1. Dezember 2025 wurden Andrew Mountbatten-Windsor die letzten grossen royalen Auszeichnungen offiziell entzogen. Eine Mitteilung in der London Gazette bestätigt, dass sein Name aus den Registern zweier traditionsreicher Orden gestrichen wurde: dem Hosenbandorden und dem Royal Victorian Order.
Damit bleibt Andrew formal kein Träger königlicher Ehren mehr und tritt endgültig als Privatperson auf. Sein Wappen wurde zudem aus der St. George’s Chapel in Windsor entfernt.
Laut dailymail.co.uk folgt die gestrige Aberkennung der Orden auf neue Enthüllungen rund um Andrews Vergangenheit und verstärkt den Druck auf einen endgültigen Rückzug aus dem königlichen Umfeld.
Was genau wurde ihm jetzt aberkannt?
Hosenbandorden
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ältester britischer Ritterorden
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1348 von König Eduard III. gegründet
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Mitgliedschaft gilt als höchste persönliche Auszeichnung des Monarchen
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Andrews Aufnahme (2006) wurde nun rückwirkend annulliert.
Knight Grand Cross des Royal Victorian Order
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königlicher Verdienstorden, direkt vom Monarchen vergeben
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Eintrag von 2011 wurde offiziell für ungültig erklärt.
Warum die Entscheidung gerade jetzt kommt
Andrew steht seit Jahren wegen seiner Verbindung zu Jeffrey Epstein in der Kritik. Er zog sich 2019 aus royalen Pflichten zurück, verlor 2022 bereits militärische Titel und Patronate und einigte sich im selben Jahr aussergerichtlich mit Virginia Giuffre.
Im Oktober 2025 folgte dann der nächste drastische Schritt: Buckingham Palace bestätigte, dass Andrew sämtliche royalen Titel und Anreden, inklusive des „Prinz“-Stils und des Herzogstitels von York, ablegen muss.
Mit der Streichung der Orden ist dieser Prozess nun abgeschlossen.
Der Umzug aus der Royal Lodge verzögert sich
Ursprünglich sollte Andrew die Royal Lodge in Windsor rasch verlassen. Laut mehreren Berichten wurde sein Auszug jedoch auf Anfang 2026 verschoben, unter anderem weil eine passende kleinere Residenz gesucht wird.
Geplant sei ein Umzug auf das Sandringham-Anwesen der Königsfamilie.
Für die Monarchie ist das heikel: Während die public-facing Trennung vollzogen wird, bleibt Andrew räumlich noch im königlichen Kerngebiet präsent.
Bleibt noch ein Titel?
Als letzter Rest steht laut Berichten noch sein ehrenhalber militärischer Rang im Raum. Dieser könne nur durch die Regierung aberkannt werden, nicht durch den König – eine entsprechende Prüfung sei bereits angestossen.
Was das für die Royals bedeutet
Beobachter deuten die Massnahme als bewussten Schutzschild für die Institution:
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klare Distanzierung von Andrew
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Signal an Öffentlichkeit und Politik
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Versuch, die Glaubwürdigkeit der Krone zu stabilisieren
Kurz: Die Monarchie setzt einen sichtbaren Schlusspunkt – auch wenn das Kapitel Andrew damit gesellschaftlich nicht automatisch beendet ist.










