Im Amazonasgebiet ist 2025 so wenig Waldfläche abgebrannt wie seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 40 Jahren nicht mehr. Nach einer schweren Dürre im Vorjahr sorgten höhere Niederschläge für eine deutliche Entspannung. Experten warnen jedoch vor den langfristigen Folgen des Klimawandels.
Im brasilianischen Amazonasgebiet wurden im Jahr 2025 rund 3,1 Millionen Hektar Wald von Bränden betroffen. Das entspricht einem Rückgang von rund 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebungen.
Auch landesweit gingen die Wald- und Vegetationsbrände deutlich zurück. Insgesamt verbrannten in Brasilien rund 12,7 Millionen Hektar Land – nach mehr als 30 Millionen Hektar im Jahr zuvor.
Mehr Niederschläge sorgen für Erholung
Laut GMX zeigt der Jahresbericht der Überwachungsinitiative MapBiomas, dass sich die Wasserflächen im Amazonasgebiet nach zwei Jahren Dürre wieder vergrössert haben. Sie lagen 2025 rund 2,6 Prozent über dem historischen Durchschnitt.
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Forscher Bruno Ferreira bezeichnete diese Entwicklung als positives Signal. Gleichzeitig warnte er jedoch, dass die Region weiterhin unter den Folgen des Klimawandels sowie veränderter Landnutzung leide. Extreme Wetterereignisse nähmen weiterhin zu und sorgten für Unsicherheit.
Mensch verursacht viele Brände
Nach Angaben von MapBiomas entstanden in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 49 Prozent der verbrannten Flächen auf privaten Grundstücken. Weitere acht Prozent entfielen auf Siedlungsgebiete.
Oft werden Waldflächen zunächst gerodet und anschliessend abgebrannt, um Platz für Weideland oder landwirtschaftliche Nutzflächen – etwa für den Sojaanbau – zu schaffen. In Trockenperioden geraten solche Feuer regelmässig ausser Kontrolle.
Natürliche und menschengemachte Feuer
MapBiomas weist darauf hin, dass Feuer in verschiedenen brasilianischen Ökosystemen sowohl natürliche als auch menschliche Ursachen haben kann. Im tropischen Regenwald treten natürliche Brände jedoch deutlich seltener auf als in anderen Regionen des Landes.
Das Netzwerk MapBiomas besteht aus Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und Technologieunternehmen. Für seine Analysen nutzt es unter anderem Satellitendaten zur Beobachtung von Landnutzung und Umweltveränderungen.






