Die Zahlen sind alarmierend: Alkohol am Steuer fordert wieder mehr Leben – und besonders eine Altersgruppe ist überproportional betroffen.
30 bis 39-Jährige am stärksten betroffen
Im Jahr 2024 starben in der Schweiz 33 Menschen bei alkoholbedingten Verkehrsunfällen, ein Anstieg von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – laut presseportal.ch.
Fast ein Drittel aller Todesopfer gehörte zur Altersgruppe 30–39 Jahre, gefolgt von Menschen zwischen 50 und 59 Jahren.
Während die unter 20-Jährigen nur einen Todesfall verzeichneten, zeigt sich ein deutliches Muster: Die Hauptverantwortlichen sind nicht Jugendliche, sondern Erwachsene in Lebensmitte.
Regionale Auffälligkeiten
Glarus überraschend an der Spitze
Bezogen auf die Bevölkerung verzeichnete Glarus die höchste Rate schwerer Unfälle:
1,43 schwere alkoholbedingte Unfälle pro 10’000 Einwohner.
Das entspricht fast dem Dreifachen des Vorjahres.
Uri folgt auf Platz zwei mit 1,05 Unfällen, ebenfalls deutlich höher als im Vorjahr.
Der langjährige Spitzenreiter Genf rutschte auf Platz drei, bleibt aber mit 1,01 Unfällen pro 10’000 Einwohner weiterhin stark betroffen.
Diese Werte sind vor allem durch geringe Bevölkerungszahlen beeinflusst – ein einziger Unfall kann die Statistik stark verändern.

Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden: Die positiven Ausnahmen
2024 wurde in beiden Appenzell kein einziger schwerer alkoholbedingter Unfall registriert.
Weitere Kantone mit niedrigen Raten:
Schaffhausen: 0,11
Zürich: 0,29
Basel-Landschaft: 0,30
Bern: 0,34
Luzern: 0,37
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Waadt meldet die meisten Todesfälle
In absoluten Zahlen führt der Kanton Waadt die traurige Statistik an:
5 Todesopfer durch alkoholbedingte Unfälle
Dahinter: Tessin (4) und Wallis sowie Zürich (je 3)
Insgesamt waren 16 Kantone betroffen – deutlich mehr als 2023.

TCS warnt: „Wer trinkt, fährt nicht“
Mit Blick auf Weihnachten und Silvester ruft der TCS eindringlich zur Vorsicht auf.
„Wenn Sie Alkohol konsumieren, planen Sie eine sichere Rückkehr – mit ÖV, einem nüchternen Fahrer oder Nez Rouge.“
– Christophe Nydegger, Leiter Verkehrssicherheit TCS
Weitere TCS-Hinweise:
Alkohol nicht mit Medikamenten oder Drogen kombinieren
Nicht fahren, wenn man müde, gestresst oder krank ist
Verantwortungsvoll feiern und Risiken minimieren










