Ein Gefängnis, das Geschichte schrieb – und jetzt zurückkehren soll?
Es war jahrzehntelang ein Symbol für Angst, Isolation und „die Schlimmsten der Schlimmsten“.
Jetzt will Donald Trump genau diesen Ort wieder zum Hochsicherheitsgefängnis machen – und beantragt dafür beim US-Kongress eine dreistellige Millionensumme.
Die Felseninsel mitten in der Bucht
Mitten in der Bucht von San Francisco liegt Alcatraz – einst das berüchtigtste Gefängnis der USA.
Von 1934 bis 1963 galt „The Rock“ als ausbruchsicherer Verbannungsort. Hier sassen Schwerverbrecher wie Al Capone ein.
Seit 1972 ist die Insel Museum, Naturschutzgebiet und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Kaliforniens.
152 Millionen Dollar für die Projektplanung
Für den Haushalt 2027 will Trump 152 Millionen Dollar für die Projektplanung bereitstellen. Das geht aus einem vom White House veröffentlichten Budgetentwurf hervor, der dem United States Congress vorgelegt wird.
Alcatraz soll laut Plan zu einer hochmodernen Haftanstalt umgebaut werden.
Laut gmx.ch plant Trump, die Insel erneut für Schwerverbrecher in Betrieb zu nehmen.
Warum Alcatraz 1963 geschlossen wurde
Die Schliessung hatte weniger mit Sicherheit zu tun – sondern mit Kosten:
- Wasser und Nahrung mussten per Boot geliefert werden
- Die salzhaltige Seeluft liess Gebäude stark zerfallen
- Der Betrieb war deutlich teurer als bei anderen Gefängnissen
Über die Jahre waren dort im Schnitt nur 260 bis 275 Häftlinge untergebracht – bei einer Kapazität von 336. Weniger als ein Prozent aller Bundesgefangenen sassen je auf Alcatraz.
🚨 Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
👉 imTicker auf WhatsApp abonnieren
Trumps Begründung: „Symbol für Recht und Ordnung“
Bereits 2025 sprach Trump öffentlich davon, Alcatraz wieder zu eröffnen.
Seine Begründung:
Ein ausgebautes Alcatraz solle Amerikas „skrupelloseste und gewalttätigste Straftäter“ aufnehmen und als Symbol für Recht und Ordnung dienen.
Konkrete Baupläne oder Details nannte er bisher nicht.
Experten warnen vor Milliardenkosten
Baufachleute und Justizexperten gehen davon aus, dass eine Sanierung und Modernisierung der verfallenen Anlage bis zu zwei Milliarden Dollar kosten könnte.
Denn heute steht die Insel:
- unter Denkmalschutz
- unter Naturschutz (Brutstätte zahlreicher Vogelarten)
- unter intensiver touristischer Nutzung
Ein Umbau wäre technisch, politisch und ökologisch hoch umstritten.
Warum dieser Plan politisch brisant ist
Der Vorschlag ist mehr als nur Gefängnispolitik. Er berührt:
- Den Umgang mit historischen Orten
- Trumps harte Linie in der Kriminalpolitik
- Fragen zu Kosten, Symbolik und Machbarkeit
- Konflikte zwischen Justiz, Denkmalschutz und Tourismus







