Ein Klassenzimmer sollte ein sicherer Ort sein.
Doch genau dort erleben immer mehr Menschen Diskriminierung.
Neue Zahlen zeigen: Rassismus in der Schweiz bleibt ein drängendes Problem – besonders in Schulen.
Mehr gemeldete Fälle im Jahr 2025
Laut dem aktuellen Jahresbericht des Beratungsnetzwerks für Rassismusopfer steigt die Zahl der gemeldeten Fälle weiter an:
- 1245 Fälle im Jahr 2025
- +3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
Nach dem massiven Anstieg um fast 40 Prozent im Jahr 2024 hat sich die Lage nun auf hohem Niveau stabilisiert.
Die Daten wurden von der Eidgenössische Kommission gegen Rassismus und der NGO humanrights.ch veröffentlicht.
Schulen besonders betroffen
Der Bildungsbereich bleibt der zentrale Ort für gemeldete Diskriminierung:
- 22 Prozent aller Fälle passieren in Schulen
- Besonders häufig während der obligatorischen Schulzeit
Das bedeutet: Kinder und Jugendliche sind überdurchschnittlich oft betroffen – oder erleben diskriminierende Situationen direkt im Alltag.
Welche Formen von Rassismus dominieren?
Die häufigsten gemeldeten Diskriminierungsgründe im Überblick:
- 33 Prozent: Rassismus gegenüber Schwarzen Menschen
- 30 Prozent: Fremdenfeindlichkeit
- 23 Prozent: Antimuslimischer Rassismus (deutlich gestiegen)
- Antisemitismus bleibt auf konstant hohem Niveau
Besonders auffällig ist der Anstieg bei antimuslimischen Vorfällen – von 17 Prozent im Jahr 2024 auf 23 Prozent im Jahr 2025.
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Warum gerade Schulen?
Expert:innen sehen mehrere Gründe:
Soziale Dynamiken im Klassenzimmer
- Gruppendruck und Ausgrenzung
- Fehlende Sensibilisierung
- Vorurteile aus dem Elternhaus
Mangel an Prävention
- Unzureichende Programme gegen Diskriminierung
- Lehrpersonen oft überfordert
- Unterschiedliche Standards je nach Kanton
Mehr Meldungen statt mehr Fälle?
Ein Teil des Anstiegs könnte auch bedeuten:
- Betroffene melden Vorfälle häufiger
- Sensibilität in der Gesellschaft nimmt zu
Was jetzt gefordert wird
Organisationen fordern konkrete Massnahmen:
- Frühzeitige Aufklärung in Schulen
- Verbindliche Anti-Rassismus-Programme
- Weiterbildung für Lehrpersonen
- Niederschwellige Meldestellen für Betroffene
Ein Problem, das nicht ignoriert werden kann
Die Zahlen sind mehr als Statistik – sie zeigen den Alltag vieler Menschen.
Besonders alarmierend ist, dass Kinder und Jugendliche betroffen sind.







