Zwei 16-jährige Jugendliche sind am Wochenende in der Ajoie festgenommen worden. Sie stehen im Verdacht, im Kanton Luzern zwei Luxusfahrzeuge gestohlen zu haben. Die Festnahmen erfolgten nach einem koordinierten Einsatz der Kantonspolizei Jura und des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG).
In der Nacht von Samstag auf Sonntag bemerkten Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit am Grenzübergang Fahy zwei verdächtige Fahrzeuge mit Luzerner Kontrollschildern.
Die Kantonspolizei Jura und das BAZG leiteten daraufhin gemeinsam eine Fahndung ein. Dabei kam auch ein Diensthund des Zolls zum Einsatz. Eines der Fahrzeuge wurde kurze Zeit später verlassen und leicht beschädigt vor einer Garage in Bure aufgefunden.
Einbruch in Garage und zwei Festnahmen
Auch in die Garage in Bure war eingebrochen worden. Die mutmasslichen Täter flüchteten jedoch, nachdem der Alarm ausgelöst worden war.
Wenig später ging ein weiterer Alarm aus einer Garage in Porrentruy ein. Ein anwesender Sicherheitsmitarbeiter konnte die mutmasslichen Täter vertreiben. Eine Patrouille der Kantonspolizei Jura und Mitarbeitende des BAZG griffen anschliessend ein.
Ein erster Verdächtiger flüchtete auf einem E-Scooter und konnte festgenommen werden. Der zweite Verdächtige wurde wenig später im Keller eines Gebäudes in Boncourt entdeckt, wo er sich versteckt hatte.
Bei den beiden Festgenommenen handelt es sich um 16-jährige Jugendliche, die in Frankreich wohnhaft sind. Sie wurden den zuständigen Behörden übergeben. Das zweite Fahrzeug wurde später in Frankreich aufgefunden.
Ermittlungen zu weiterer Beteiligung laufen
Die Ermittlungen dauern an. Dabei soll insbesondere geklärt werden, welche Rolle die beiden Jugendlichen bei den verschiedenen Vorfällen gespielt haben.
Nach Angaben der Behörden stehen die Ereignisse im Zusammenhang mit einer Serie von Diebstählen von Luxusfahrzeugen. Dabei würden im Ausland ansässige kriminelle Netzwerke Jugendliche und junge Erwachsene über soziale Netzwerke und Online-Messaging-Dienste für Fahrzeugdiebstähle rekrutieren.
Die Ausführenden seien teilweise minderjährig und hätten häufig keinen Führerausweis. Gemäss den Behörden würden sie teilweise aus der Ferne von Hintermännern gesteuert und erhielten Anweisungen zu den zu stehlenden Fahrzeugen sowie deren Zielort.
Für die beiden Jugendlichen gilt die Unschuldsvermutung.






