Ein Ausscheiden mit politischem Nachhall
Das frühe Aus der gabunischen Nationalmannschaft beim Afrika-Cup hat im Land eine Welle der Empörung ausgelöst.
Sportlich enttäuschend, politisch explosiv – die Reaktion der Regierung folgte umgehend.
Nach drei Niederlagen in drei Gruppenspielen ist für Gabun das Turnier beendet.
Die Konsequenzen: radikal und kompromisslos.
„Schändliche Leistung der Panther“
Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war die 2:3-Niederlage gegen Titelverteidiger Côte d’Ivoire.
Sportminister Simplice-Désiré Mamboula verkündete daraufhin im Staatsfernsehen drastische Massnahmen:
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Entlassung des gesamten Trainerteams
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Suspendierung der Nationalmannschaft auf unbestimmte Zeit
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Streichung von Pierre-Emerick Aubameyang und Bruno Ecuele Manga aus dem Kader
Laut ansa.it sprach der Minister von einer „beschämenden Leistung der Panther“, die diese Entscheidungen unumgänglich gemacht habe.
Ankündigung verschwindet – und taucht wieder auf
Brisant:
Wenige Stunden nach der TV-Ansprache verschwand das Video von den offiziellen Kanälen des Ministeriums und des Senders – nur um am nächsten Morgen erneut veröffentlicht zu werden.
Ein Vorgang, der die aufgeheizte Stimmung im Land weiter verschärfte.
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Präsident spricht von Identitätskrise
Auch Präsident Brice Clotaire Oligui Nguema schaltete sich ein.
Der Ministerrat analysierte die sportliche Blamage ausführlich.
Der Präsident erklärte:
„Dies schwächt einen Teil unserer nationalen Identität.“
In einer offiziellen Mitteilung nannte er zwei Kernprobleme:
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fehlende Systematik
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Zersplitterung der Ressourcen
Er kündigte „entschlossene und strukturelle Entscheidungen“ an, um wieder Strenge, Verantwortung und Ehrgeiz in den nationalen Sport zu bringen.
Aubameyang wehrt sich öffentlich
Starstürmer Pierre-Emerick Aubameyang reagierte via soziale Medien auf die Kritik – und zeigte sich deutlich:
„Ich denke, die Probleme der Mannschaft reichen viel tiefer als meine bescheidene Persönlichkeit.“
Aubameyang hatte zuletzt mit einer Verletzung am linken Oberschenkel zu kämpfen und wurde bereits vor dem letzten Gruppenspiel zu seinem Verein Olympique Marseille zurückgeschickt.









