Drama, Proteste und ein spätes Tor, das alles entscheidet.
Das Afrika-Cup-Finale in Rabat bietet Fussball auf höchstem emotionalem Niveau – mit einem glücklichen Sieger.
Senegal triumphiert im nervenaufreibenden Finale
Senegal hat sich im Prinz-Moulay-Abdellah-Stadion von Rabat zum zweiten Mal den Afrika-Cup gesichert. Im Finale gegen Gastgeber Marokko setzte sich der Titelverteidiger nach Verlängerung durch und liess zehntausende Fans verstummen.
Entscheidend waren zwei Akteure: Sadio Mané und Pape Gueye. Mané bewahrte in der hektischen Schlussphase der regulären Spielzeit die Nerven, während Gueye in der Verlängerung zum Matchwinner avancierte. Laut ansa.it war das Finale von hitzigen Protesten, VAR-Diskussionen und grossen Emotionen geprägt.
Umstrittener Elfmeter sorgt für Chaos
In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit stand Marokko kurz vor dem Titel. Nach einem leichten Kontakt im Fünfmeterraum entschied der kongolesische Schiedsrichter Ndala Ngambo nach VAR-Intervention auf Elfmeter für die Gastgeber.
Die senegalesischen Spieler protestierten lautstark, einige wollten aus Frust sogar den Platz verlassen. Trainer Pape Thiaw versuchte vergeblich, seine Mannschaft zur Ordnung zu rufen. Erst nach fast 20 Minuten beruhigte sich die Situation.
Dann trat Brahim Díaz an – und scheiterte kläglich mit einem Lupfer an Senegals Keeper Edouard Mendy. Der Fehlschuss leitete die Verlängerung ein.
Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
imTicker auf WhatsApp abonnieren
Guayes Traumtor entscheidet das Endspiel
In der Verlängerung zeigte sich Senegal entschlossener. Bereits in der vierten Minute spielte Mané den Ball zu Idrissa Gana Gueye, der Pape Gueye mustergültig bediente.
Der Mittelfeldspieler liess Achraf Hakimi stehen und jagte den Ball unhaltbar unter die Latte – 1:0 Senegal. Marokko war geschockt, Díaz wurde kurz darauf ausgewechselt.
Die einzige grosse Ausgleichschance vergab Aguerd, dessen Kopfball in der zweiten Hälfte der Verlängerung an der Latte landete.
Marokkos Traum platzt vor Heimpublikum
Für Marokko ist die Enttäuschung riesig. Der erste Afrika-Cup-Titel seit 50 Jahren schien greifbar – im eigenen Land, vor frenetischen Fans und mit Blick auf die WM 2030, die Marokko gemeinsam mit Spanien und Portugal austragen wird.
Doch am Ende jubeln die „Löwen von Teranga“, die erneut ihre mentale Stärke und Turnierhärte unter Beweis stellten.










