Jedes Jahr dasselbe Bild: Verletzte, volle Notaufnahmen und massive Belastungen für Rettungskräfte.
Kurz vor Silvester erhebt der Präsident der Bundesärztekammer erneut deutlich seine Stimme.
Die private Knallerei sei nicht länger hinnehmbar.
Wenn Feiern zur Gefahr wird
Silvester gilt für viele als Höhepunkt des Jahres.
Für Ärzte, Pflegepersonal und Einsatzkräfte beginnt dann jedoch der Ausnahmezustand.
Jetzt fordert der oberste Ärztevertreter Konsequenzen.
„Niemand braucht private Knallerei“
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, spricht sich klar gegen private Feuerwerke aus.
Er betont, dass es nicht um ein generelles Feuerwerksverbot gehe.
„Niemand hat etwas gegen organisierte Feuerwerke an zentralen Plätzen, doch die wilde Böllerei muss untersagt werden.“
Die Innenminister von Bund und Ländern müssten endlich handeln, um die Bevölkerung besser zu schützen.
Laut gmx.net erklärte Reinhardt, dies habe nichts mit Verbotskultur zu tun, sondern sei Ausdruck einer reifen Gesellschaft, die erkenne, wann Risiken überwiegen.
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Jedes Jahr schwere Verletzungen
Ungeregelte Feuerwerkskörper führen laut Ärztekammer regelmässig zu schweren Verletzungen:
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Knalltraumata, besonders bei Kindern und Jugendlichen
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Augenverletzungen
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Verbrennungen an Händen und Gesicht
Die Folgen:
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überfüllte Notaufnahmen
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zusätzliche Belastung für medizinisches Personal
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Kosten in Millionenhöhe für die gesetzliche Krankenversicherung
Böller als Waffen gegen Einsatzkräfte
Neben den gesundheitlichen Risiken warnt Reinhardt auch vor zunehmender Gewalt:
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Feuerwerkskörper werden gezielt auf
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Polizei
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Feuerwehr
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Rettungskräfte
geworfen
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Für viele Einsatzkräfte sei Silvester längst kein Festtag mehr, sondern einer der gefährlichsten Einsatztage des Jahres.
Angst, Klima und Müll
Die Kritik geht über Verletzungen hinaus:
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viele Menschen empfinden Angst durch die Knallerei
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massive Umweltbelastung durch Feinstaub
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enorme Müllmengen in Städten
Besonders sensibel sei die Situation für Kriegsflüchtlinge, etwa aus der Ukraine oder aus Syrien.
Menschen, die Bomben und Granaten erlebt haben, könnten durch Silvesterböller sogar Todesängste entwickeln.










