Spektakuläre Flucht über die Autobahn A2
Nach einem Fahrzeugeinbruch auf der Gotthard-Raststätte kam es am Samstagmittag (25. Oktober 2025) zu einer dramatischen Flucht über die Autobahn A2.
Ein Polizist wurde dabei leicht verletzt, der mutmassliche Täter konnte später nach einer kantonsübergreifenden Verfolgungsjagd festgenommen werden.
Einbruch auf der Gotthard-Raststätte Süd
Kurz nach 12:00 Uhr ging bei der Kantonspolizei Uri die Meldung über einen Fahrzeugeinbruch auf dem Parkplatz der Gotthard-Raststätte Süd ein.
Nur wenig später lokalisierten ausgerückte Patrouillen auf der gegenüberliegenden Gotthard-Raststätte Nord ein mutmassliches Täterfahrzeug.
Als die Einsatzkräfte das als gestohlen gemeldete Auto mit entwendeten luxemburgischen Kontrollschildern kontrollieren wollten, kam es zur gefährlichen Situation.
Polizist auf Motorhaube geladen – Täter flieht
Der Fahrer startete plötzlich das Fahrzeug und fuhr an, obwohl ein Polizist direkt vor dem Wagen stand.
Dabei wurde der Beamte auf die Motorhaube aufgeladen, doch der Lenker fuhr weiter – entgegen allen Anweisungen.
Dem Polizisten gelang es, sich rechtzeitig abzurollen, bevor der Täter beschleunigte und mit hoher Geschwindigkeit auf die Autobahn A2 Richtung Luzern flüchtete.
Der Polizist erlitt leichte Verletzungen, blieb aber dienstfähig.
Verfolgungsjagd über mehrere Kantone
Mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Uri nahmen sofort die Verfolgung auf.
Mit Sondersignalen folgten sie dem flüchtenden Wagen, der deutlich überhöhte Geschwindigkeit erreichte und mehrere Verkehrsregelverstösse beging.
Im Bereich Hergiswil NW, in Richtung Interlaken BE, kam der Lenker schliesslich nach einer Kollision im Loppertunnel zum Stillstand.
Das Auto prallte gegen das Tunnelbankett und blieb auf dem Pannenstreifen liegen.
Täter festgenommen – Ermittlungen laufen
Der Mann, ein 53-jähriger Algerier, wurde von den Patrouillen der Kantonspolizeien Uri, Nidwalden und Obwalden festgenommen.
Er ist bereits polizeibekannt und befindet sich nun in Gewahrsam.
Die Staatsanwaltschaft Uri hat die Ermittlungen aufgenommen.
Im Einsatz standen die Kantonspolizeien Uri, Nidwalden, Obwalden, die Staatsanwaltschaft Uri sowie ein ausserkantonales Abschleppunternehmen.
Ein Vorfall, der zeigt, wie gefährlich Polizeiarbeit sein kann – ein kurzer Moment genügt, um eine Kontrolle in eine Hochgeschwindigkeitsverfolgung zu verwandeln.
Glücklicherweise wurde der verletzte Beamte nur leicht verletzt, und der Täter konnte ohne weitere Zwischenfälle festgenommen werden.






