Ein Spaziergang entlang der A13 wird ploetzlich zur Reise durch eine neue Naturlandschaft.
Was jahrelang Baustelle war, zeigt sich jetzt als eines der spannendsten Umweltprojekte der Region.
Am 9. Mai 2026 koennen Besucherinnen und Besucher erstmals entdecken, wie Naturraum, Hochwasserschutz und Verkehrsinfrastruktur miteinander verbunden wurden.
Tag der offenen Tür entlang der A13
Das Bundesstrassenamt FEDRO organisiert gemeinsam mit den Gemeinden Lumino und San Vittore einen grossen Tag der offenen Tür.
Von 9 bis 16 Uhr ist der neue Lehrpfad entlang der ehemaligen Strasse zwischen der Eisbahn von San Vittore und Lumino frei zugaenglich.
Der Rundweg umfasst rund sieben Kilometer und kann individuell begangen werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Besucher erleben das Projekt hautnah
Entlang des Lehrpfads informieren mehrere Stationen über:
- Renaturierung der Moesa
- neue Feuchtgebiete
- Biodiversität im Auengebiet
- Wildtierkorridore entlang der A13
- Hochwasserschutz und Grundwasser
Fachpersonen stehen vor Ort für Fragen und Hintergrundinformationen zur Verfügung.
Naturraum nach Jahrzehnten wieder verbunden
Die zwischen 2024 und 2026 abgeschlossenen Arbeiten hatten ein klares Ziel: Die Folgen grosser Infrastrukturprojekte der letzten Jahrzehnte reduzieren.
Dazu gehoeren unter anderem:
- die Ortsumfahrung Roveredo
- die Autobahnkreuzung San Vittore
- Sicherungsarbeiten bis Castione
- frühere Eingriffe entlang der Moesa
Im Mittelpunkt stand die Wiederherstellung eines funktionierenden Oekosystems.
Wildtierkorridor über die Autobahn
Besonders eindrücklich ist der neue Wildtierkorridor.
Die rund 42 Meter breite Verbindung erlaubt es Wildtieren erstmals seit Jahrzehnten wieder, die Autobahn A13 sicher zu überqueren.
Dadurch sollen:
- zerschnittene Lebensräume verbunden werden
- Wildunfälle reduziert werden
- Wanderbewegungen von Tieren erleichtert werden
Solche Korridore gelten schweizweit als wichtiger Bestandteil moderner Infrastrukturplanung.
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Neue Feuchtgebiete und Auenlandschaften entstanden
Auch die Renaturierung der Moesa spielte eine zentrale Rolle.
Dem Fluss wurde wieder mehr Raum gegeben.
Dadurch entstanden:
- neue aquatische Lebensräume
- Auenwälder
- Feuchtgebiete
- natürliche Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen
Zudem wurde der Grundwasserspiegel stabilisiert.
Fachleute sehen darin einen wichtigen Beitrag für Biodiversität und hydrologische Stabilität in der Region.
Das müssen Besucher wissen
Wichtige Informationen im Ueberblick
- Datum: 9. Mai 2026
- Zeit: 9 bis 16 Uhr
- Ort: Lumino und San Vittore
- Rundweg: ca. 7 Kilometer
- Teilnahme kostenlos
- Keine Anmeldung notwendig
Anreise und Parkplaetze
Parkplaetze stehen zur Verfügung:
- in San Vittore beim Oekozentrum/Militärhangar
- in Lumino nahe der Via Mesolcina
Die Veranstalter empfehlen die Anreise mit dem oeffentlichen Verkehr.
Geeignete Haltestellen:
- S. Vittore Sgravina
- Lumino Al Dazio
- Buslinie 214
Empfehlung für Besucher
Festes Schuhwerk wird empfohlen.
Da Teile des Weges durch Natur- und Feuchtgebiete führen, sollten Besucher auf wetterangepasste Kleidung achten.
Warum solche Projekte immer wichtiger werden
Renaturierungs- und Umweltausgleichsprojekte gewinnen in der Schweiz zunehmend an Bedeutung.
Gerade entlang grosser Verkehrsachsen sollen Eingriffe in die Natur langfristig ausgeglichen werden.
Ziele solcher Projekte sind:
- Schutz der Biodiversität
- bessere Vernetzung von Lebensräumen
- Hochwasserschutz
- nachhaltigere Infrastruktur
- weniger Konflikte zwischen Verkehr und Wildtieren
Das Projekt zwischen Lumino und San Vittore gilt dabei als eines der groesseren Umweltvorhaben entlang der A13.
Der Tag der offenen Tür bietet seltene Einblicke in ein Umweltprojekt, das Verkehrsinfrastruktur und Naturschutz miteinander verbinden soll.
Besucherinnen und Besucher koennen direkt erleben, wie ehemalige Eingriffe in die Landschaft teilweise rückgaengig gemacht wurden.
Gerade der neue Wildtierkorridor und die renaturierten Feuchtgebiete zeigen, wie moderne Infrastrukturprojekte heute gedacht werden.







