Monatelang kämpften Ehrenamtliche auf dem Kölner Grossmarkt-Areal um das Leben herrenloser Katzen.
65 Tiere haben bereits ein neues Zuhause gefunden – doch einige bleiben verschwunden.
Die Geschichte zeigt, wie viel Einsatz nötig ist, um scheue Tiere zu retten – und wie zerbrechlich ihr Überleben bleibt.
Warum die Katzen gerettet werden mussten
Ende 2025 endet der Betrieb des Kölner Grossmarkts endgültig.
Über Jahre wurden die Katzen von Händlern als natürliche Schädlingsbekämpfer gegen Ratten und Mäuse geduldet.
Mit der Schliessung wären die oft kranken und geschwächten Tiere sich selbst überlassen gewesen – mit der Gefahr von Verwahrlosung oder Hunger.
Ursprünglich rechneten die Tierschützer mit über 100 Katzen, die auf dem weitläufigen Gelände lebten.
Schwierige Suche nach einer Quarantänestation
Bevor die Rettungsaktion starten konnte, mussten die Ehrenamtlichen geeignete Räumlichkeiten für die Quarantäne der Katzen finden.
- Die Stadt Köln konnte zunächst keine Hilfe leisten.
- Ein Tierheim scheiterte als Zwischenlösung wegen Krankheitsfällen.
„Dass wir schon vor Projektstart einen Katzenseuchenfall hatten, war bekannt – trotzdem gab es keine städtische Unterstützung“, so Mania Leveringhaus, Initiatorin der Aktion.
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Provisorisches Büro wird Katzen-Quarantäne
Schliesslich konnte ein leeres Bürogebäude im Kölner Süden übernommen werden.
- Eigenarbeit und Vorgaben der Veterinärbehörde sicherten hygienische und medizinische Standards.
- Freiwillige kümmern sich täglich um Fütterung, Reinigung und Spielphasen.
- Die Stadt übernimmt nur die Tierarztkosten; Miete und Fixkosten (~3.000 Euro/Monat) werden aus Spenden finanziert.
Erfolg: Die meisten Katzen haben ein neues Zuhause
65 der 72 eingefangenen Grossmarktkatzen konnten vermittelt werden.
- 4 weitere Tiere gingen an betreute Auswilderungsplätze.
- 3 Katzen warten noch auf ihre Vermittlung.
Die Tiere haben sich trotz ihres früheren scheuen Lebens erstaunlich gut an Menschen gewöhnt.
Laut mit-tier.de erhalten die Helfer regelmässig Fotos und Videos von glücklichen Katzen in ihren neuen Familien – ein bewegender Moment für alle Beteiligten.
Belastende Seite: 22 Katzen verschwunden
Trotz des Erfolges fehlen 22 Katzen, die zuvor regelmässig an den Futterstellen erschienen.
Die Ehrenamtlichen vermuten, dass diese Tiere vermutlich tot sind, ein trauriger Rückschlag nach monatelanger Arbeit.
Blick nach vorne: Weitere Tiere in Gefahr
Die Aktion ist noch nicht abgeschlossen:
- Rund 4 weitere Katzen warten auf Sicherung und Vermittlung.
- Mietvertrag für die Quarantänestation endet Ende April.
Auch nach Abschluss der Grossmarktkatzen-Rettung wollen die Helfer andere Tierarten auf dem Gelände schützen: Tauben, Schwalben und Fledermäuse.
Bereits im März wurde Strafanzeige gegen einen ehemaligen Pächter gestellt, dem vorgeworfen wird, beim Abriss des Daches Tauben verletzt oder getötet zu haben.







