Stell dir vor: Du reist mit einem kleinen Hund in der Tasche – und bekommst dafür eine Rechnung über 300 Euro.
Genau das ist Comedian Bastian Bielendorfer passiert – und seine Wut teilt er öffentlich.
Was ist passiert?
Bielendorfers Instagram-Post sorgt für Aufsehen
Der 41-Jährige schildert in seiner Story eine skurrile Szene:
Er sei mit seiner Kollegin Christiane Olivier und deren Hund Greta im Zug unterwegs gewesen. Greta – klein, ruhig, in einer Umhängetasche – sollte plötzlich ein Zusatzticket über 295,60 Euro kosten.
„Ich denke mal, ihr werdet meiner Kollegin nicht ernsthaft 300 Euro (!!!) in Rechnung stellen, oder?“, schreibt er in seinem Post.
Als Beweis zeigt Bielendorfer ein Foto der DB-Rechnung.
Das sagt die Deutsche Bahn
Laut bunte.de nahm die Bahn auf Anfrage Stellung:
„Kleine Hunde dürfen kostenlos mitfahren – aber nur in einem geschlossenen Transportbehältnis.“
Laut Bahn-Regelwerk gilt:
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Kleine Hunde (nicht grösser als eine Hauskatze): kostenlos, wenn in Transporttasche oder Box
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Grössere Hunde: brauchen ein Ticket (meist halber Fahrpreis)
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Ohne Box: Leine und Maulkorbpflicht
Im Fall Greta sei laut Bahn die Transportvorgabe nicht erfüllt worden. Man bot der Besitzerin jedoch ein Gespräch zur Klärung an.

Die Reaktionen im Netz? Deutlich.
Bielendorfers Posting sorgte für eine Welle der Empörung:
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„Ohne Worte. Richtig, dass Du das öffentlich machst.“
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„Ich hätte gern 300 Euro für defekte Klimaanlagen und Toiletten.“
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„Willkür eines kleinen Mannes“ – so beschreibt es Bielendorfer selbst.
Er betont:
„Natürlich gibt es Regeln. Aber bei einem Hund in Katzengröse in einer Umhängetasche ist keine 300-Euro-Strafe und Polizeidrohung nötig.“
Was gilt wirklich bei Hunden in der Bahn?
Zusammengefasst: DB-Regeln für Vierbeiner
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Kleine Hunde: kostenlos, aber nur in geschlossener Box/Tasche
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Ohne Box = Ticketpflicht, Leine & Maulkorb
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Grössere Hunde: Ticket = meist 50 % vom Fahrpreis
Laut Bahn: 100.000 Hunde reisen jährlich mit – meist problemlos.
Regel oder reine Willkür?
Der Fall Bielendorfer zeigt, wie Regeln im Alltag kollidieren können – mit Augenmass und Realität.
Ein kleiner Hund, eine grosse Rechnung – und ein Social-Media-Aufschrei, der weiter Kreise zieht.
Regeln brauchen Spielraum – besonders, wenn sie auf Menschen (und Tiere) treffen.










