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20 Jahre als Haussklavin gefangen – Urteil erschüttert England

by Daniel Lüdi
Freitag, 13. März 2026 um 18:43
in Ausland, News, Top News
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Wohnhaus in englischer Kleinstadt – Symbolbild

Amanda Wixon auf dem Weg zum Gloucester Crown Court am 20. Januar 2026. © picture alliance / empics/Ben Birchall

Home » Top News » 20 Jahre als Haussklavin gefangen – Urteil erschüttert England

Frau hielt Opfer jahrzehntelang gefangen – Gericht verhängt 13 Jahre Haft

Mehr als zwei Jahrzehnte lebte eine Frau in einem Haus – ohne Freiheit, ohne ausreichendes Essen und ohne medizinische Hilfe.

Jetzt hat ein Gericht in England die Täterin verurteilt: 13 Jahre Gefängnis.

Der Fall sorgt im ganzen Land für Entsetzen.

Verbrechen in idyllischer Kleinstadt

Die Taten spielten sich in der kleinen Stadt Tewkesbury ab, einem Ort mit rund 20’000 Einwohnern in den Cotswolds.

Dort nahm Amanda Wixon 1996 eine jüngere Frau im Haus ihrer Familie auf.

Doch statt Hilfe begann laut Ermittlern ein jahrelanger Albtraum.

Mehr als 20 Jahre Misshandlung

Nach Angaben der Gloucestershire Police wurde das Opfer:

  • über Jahrzehnte im Haus festgehalten

  • zu ständiger Hausarbeit gezwungen

  • körperlich misshandelt

  • finanziell ausgebeutet

Die Täterin beantragte sogar Sozialleistungen für die Frau – das Geld ging jedoch direkt auf ihr eigenes Konto.

Das Opfer musste hingegen in Armut leben und abgetragene Kleidung tragen.

Alltag voller Gewalt

Die Ermittlungen zeigen erschütternde Details.

Die Frau musste täglich:

  • stundenlang auf den Knien putzen

  • kochen und servieren

  • Wäsche erledigen

  • die Kinder der Familie versorgen

Gleichzeitig durfte sie oft nur eine Mahlzeit pro Tag essen – meist Essensreste.

Wenn Arbeiten nicht erledigt wurden, folgten laut Zeugenaussagen Schläge.

Polizei entdeckt Opfer in schlechtem Zustand

Erst am 15. März 2021 endet das Martyrium.

Das Opfer schafft es heimlich, ein Handy zu benutzen und Hilfe zu rufen.

Die Polizei findet sie:

  • stark unterernährt

  • verängstigt

  • mit Prellungen und Narben

Auch das Zimmer der Frau zeigt die Zustände: schmutzige Laken, verschimmelte Wände und kein Licht.

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Mutiger Hilferuf rettet ihr Leben

Detective Constable Emma Jackson von der Gloucestershire Police sagte:

„Sie hielt ein extrem schutzbedürftiges Opfer über zwei Jahrzehnte unter entsetzlichen Bedingungen gefangen.“

Die Ermittlerin lobte den Mut der Frau, Hilfe zu suchen – trotz der Angst vor Gewalt.

Urteil vor Gericht

Das Verfahren fand am Gloucester Crown Court statt.

Im Januar 2026 wurde Amanda Wixon schuldig gesprochen wegen:

  • moderner Sklaverei

  • Zwangsarbeit

  • Freiheitsberaubung

  • mehrfacher Körperverletzung

Richter Ian Lawrie sagte bei der Urteilsverkündung:

„Sie haben diese Frau grausam und beharrlich gefangen gehalten.“

Die Strafe: 13 Jahre Gefängnis.

Wie konnte das so lange unentdeckt bleiben?

Der Fall wirft auch Fragen auf.

Sozialdienste hatten Ende der 1990er-Jahre Kontakt zur Familie – danach offenbar nicht mehr.

Nachbarn sahen das Opfer nur selten im Garten.

Der Staatsanwalt erklärte vor Gericht:

„Die Sozialdienste haben nichts unternommen.“

Opfer beginnt neues Leben

Heute lebt die Frau laut Behörden in einer Pflegefamilie.

Sie ist inzwischen in ihren Vierzigern.

Die Folgen der jahrelangen Gewalt sind jedoch spürbar:

  • Albträume

  • Angstzustände

  • starker Wunsch nach Sauberkeit

Ein kleiner, aber bedeutender Schritt für sie: Sie lässt ihre Haare lang wachsen – so, wie sie es immer wollte.

Der Fall zeigt erschreckend, wie moderne Sklaverei auch mitten in Europa passieren kann – und jahrzehntelang unentdeckt bleibt.

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