Frau hielt Opfer jahrzehntelang gefangen – Gericht verhängt 13 Jahre Haft
Mehr als zwei Jahrzehnte lebte eine Frau in einem Haus – ohne Freiheit, ohne ausreichendes Essen und ohne medizinische Hilfe.
Jetzt hat ein Gericht in England die Täterin verurteilt: 13 Jahre Gefängnis.
Der Fall sorgt im ganzen Land für Entsetzen.
Verbrechen in idyllischer Kleinstadt
Die Taten spielten sich in der kleinen Stadt Tewkesbury ab, einem Ort mit rund 20’000 Einwohnern in den Cotswolds.
Dort nahm Amanda Wixon 1996 eine jüngere Frau im Haus ihrer Familie auf.
Doch statt Hilfe begann laut Ermittlern ein jahrelanger Albtraum.
Mehr als 20 Jahre Misshandlung
Nach Angaben der Gloucestershire Police wurde das Opfer:
über Jahrzehnte im Haus festgehalten
zu ständiger Hausarbeit gezwungen
körperlich misshandelt
finanziell ausgebeutet
Die Täterin beantragte sogar Sozialleistungen für die Frau – das Geld ging jedoch direkt auf ihr eigenes Konto.
Das Opfer musste hingegen in Armut leben und abgetragene Kleidung tragen.
Alltag voller Gewalt
Die Ermittlungen zeigen erschütternde Details.
Die Frau musste täglich:
stundenlang auf den Knien putzen
kochen und servieren
Wäsche erledigen
die Kinder der Familie versorgen
Gleichzeitig durfte sie oft nur eine Mahlzeit pro Tag essen – meist Essensreste.
Wenn Arbeiten nicht erledigt wurden, folgten laut Zeugenaussagen Schläge.
Polizei entdeckt Opfer in schlechtem Zustand
Erst am 15. März 2021 endet das Martyrium.
Das Opfer schafft es heimlich, ein Handy zu benutzen und Hilfe zu rufen.
Die Polizei findet sie:
stark unterernährt
verängstigt
mit Prellungen und Narben
Auch das Zimmer der Frau zeigt die Zustände: schmutzige Laken, verschimmelte Wände und kein Licht.
🚨 Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
👉 imTicker auf WhatsApp abonnieren
Mutiger Hilferuf rettet ihr Leben
Detective Constable Emma Jackson von der Gloucestershire Police sagte:
„Sie hielt ein extrem schutzbedürftiges Opfer über zwei Jahrzehnte unter entsetzlichen Bedingungen gefangen.“
Die Ermittlerin lobte den Mut der Frau, Hilfe zu suchen – trotz der Angst vor Gewalt.
Urteil vor Gericht
Das Verfahren fand am Gloucester Crown Court statt.
Im Januar 2026 wurde Amanda Wixon schuldig gesprochen wegen:
moderner Sklaverei
Zwangsarbeit
Freiheitsberaubung
mehrfacher Körperverletzung
Richter Ian Lawrie sagte bei der Urteilsverkündung:
„Sie haben diese Frau grausam und beharrlich gefangen gehalten.“
Die Strafe: 13 Jahre Gefängnis.
Wie konnte das so lange unentdeckt bleiben?
Der Fall wirft auch Fragen auf.
Sozialdienste hatten Ende der 1990er-Jahre Kontakt zur Familie – danach offenbar nicht mehr.
Nachbarn sahen das Opfer nur selten im Garten.
Der Staatsanwalt erklärte vor Gericht:
„Die Sozialdienste haben nichts unternommen.“
Opfer beginnt neues Leben
Heute lebt die Frau laut Behörden in einer Pflegefamilie.
Sie ist inzwischen in ihren Vierzigern.
Die Folgen der jahrelangen Gewalt sind jedoch spürbar:
Albträume
Angstzustände
starker Wunsch nach Sauberkeit
Ein kleiner, aber bedeutender Schritt für sie: Sie lässt ihre Haare lang wachsen – so, wie sie es immer wollte.
Der Fall zeigt erschreckend, wie moderne Sklaverei auch mitten in Europa passieren kann – und jahrzehntelang unentdeckt bleibt.







