Ein forensischer Prüfbericht über eine Ausschreibung im Wert von 1,8 Milliarden Rand – bis heute nicht veröffentlicht.
Ein Whistleblower tot. ActionSA fordert Antworten.
Was verschweigt Ekurhuleni? Und warum?
Der Fall Mafole: Berichte verschwinden, ein Prüfer stirbt
Ermittlungen über Chemietoiletten-Auftrag
Der städtische Rechnungsprüfer Mpho Mafole hatte im Juni 2025 einen Integritätsbericht zur Ausschreibung für Chemietoiletten erstellt.
Nur wenige Tage später, am 30. Juni, wurde er erschossen in seinem Auto nahe Kempton Park aufgefunden.
Die 1,8 Milliarden Rand schwere Ausschreibung steht seither im Fokus schwerer Korruptionsvorwürfe.
ActionSA fordert Aufklärung im Stadtrat
Xolani Khumalo fordert Transparenz
ActionSA-Bürgermeisterkandidat Xolani Khumalo kritisiert die Verwaltung unter Bürgermeister Nkosindiphile Xhakaza.
Er fordert die sofortige Vorlage der forensischen Prüfberichte im Stadtrat.
„Sollte der Bericht im Oktober nicht vorgelegt werden, deutet alles auf Vertuschung hin.“
Laut iol.co.za will ActionSA sogar rechtliche Schritte prüfen, um die Offenlegung zu erzwingen.
Der Tod eines Whistleblowers – und das Systemversagen
Mafole als Mahnmal
Die Partei würdigt Mafole als mutigen Aufdecker von Missständen.
Sein Tod sei ein Symbol des staatlichen Versagens im Whistleblower-Schutz.
„Sein Opfer zeigt, wie gefährlich es ist, Korruption aufzudecken“, sagt Khumalo.
ActionSA bezeichnet Korruption als „Staatsfeind Nr. 1“ – und fordert gesetzliche Reformen zum Schutz von Hinweisgebern.
Stadt Ekurhuleni verteidigt sich
Sprecher verweist auf Verfahrensordnung
Ramatolo Tlotleng, Sprecher des Bürgermeisters, weist die Vorwürfe zurück:
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Nur offizielle Ratsgremien könnten Berichte einfordern
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Alle Ausschreibungsinfos würden gemäss Gesetz auf der Website veröffentlicht
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Die Stadt bekenne sich zu Transparenz und guter Regierungsführung
„Niemand sollte versuchen, über die Medien politische Vorteile zu erlangen.“
Aufklärung oder Aufschub?
Der Fall zeigt erneut: Korruption beginnt dort, wo Informationen verschwinden.
Die Forderung nach Offenlegung ist mehr als Symbolik – sie ist ein Test für das demokratische Rückgrat der Verwaltung.
ActionSA erhöht den Druck. Doch ob es Antworten gibt – oder nur Ausflüchte –, bleibt abzuwarten.










