Ein Schiff. 117 Menschen. Dann: Stille.
Seit Tagen fehlt jede Spur von einem Boot, das am 18. Dezember mit Geflüchteten aus Libyen startete.
Die NGO Alarm Phone befürchtet das Schlimmste.
Das Boot verliess Zuwara – dann verschwand es
Am Abend des 18. Dezember legte ein Holzboot mit 117 Personen an Bord von Zuwara an der libyschen Küste ab.
Die internationale Notruf-Hotline Alarm Phone wurde am 19. Dezember um 14:00 Uhr über das Schiff informiert. Seitdem fehlt jede Spur.
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Kein Kontakt über Satellitentelefon
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Kein bestätigter Standort
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Keine Rettung oder Abfangaktion durch Küstenwachen
Alarm Phone warnte – aber niemand reagierte
In einem öffentlichen Statement beschreibt die NGO den dramatischen Verlauf:
„Wir alarmierten die Küstenwachen und zuständigen Organisationen, obwohl wir keine GPS-Daten hatten. Unsere Satellitenanrufe blieben erfolglos.“
Als Alarm Phone die italienische Küstenwache kontaktierte, bestätigte diese den Eingang der E-Mail, legte jedoch sofort wieder auf – ohne Rückmeldung. Die libysche Küstenwache erklärte laut NGO, am 18. und 19. Dezember keine Rettungen durchgeführt zu haben.
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Ein Überlebender – der Rest: Vermisst
Zwei Tage später, am 21. Dezember, meldeten tunesische Fischer, sie hätten einen einzigen Überlebenden gefunden – auf einem treibenden Holzboot.
Der Mann schilderte laut Alarm Phone, dass:
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er am 19. Dezember in Zuwara aufgebrochen sei
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sich die Wetterlage kurz nach Abfahrt dramatisch verschlechtert habe
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Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 km/h geherrscht hätten
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alle anderen Menschen an Bord vermutlich ertrunken seien
Die NGO versuchte, diese Angaben zu verifizieren, konnte sie aber noch nicht vollständig bestätigen.
Wie ansa.it berichtet, spricht vieles für ein weiteres tragisches Schiffunglück auf dem Mittelmeer.
Was jetzt bekannt ist – und was nicht
Bekannt:
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Startzeit: 18. Dezember, Zuwara (Libyen)
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Besatzung: 117 Menschen
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Alarmierung: 19. Dezember, 14:00 Uhr
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Kein GPS, kein bestätigter Kontakt
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Ein Überlebender gefunden
Unklar:
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Ob und wo das Boot gesunken ist
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Ob weitere Überlebende existieren
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Ob Rettungseinsätze zu spät oder gar nicht erfolgt sind
Erneut könnte das Mittelmeer zu einem Massengrab geworden sein.










